Der Pharmakonzern CSL Behring mit Sitz im australischen Melbourne setzt bei seiner Schweizer Belegschaft den Rotstift an. Die Firma plant einen Stellenabbau, wie sie gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA am Montag bestätigt. Diese «Weiterentwicklung» sei notwendig, «um langfristig erfolgreich zu sein und unsere Rolle als verlässlicher Partner im Gesundheitswesen weltweit zu sichern», hiess es auf Anfrage der Agentur. Es seien «verschiedene Funktionen» vom Abbau betroffen.
Laut den Berner Tamedia-Publikationen werden im Wankdorf rund 180 Arbeitsplätze abgebaut. CSL Behring kommentiert diese Zahl nicht, gibt aber an, die Schwelle für ein Konsultationsverfahren zu überschreiten. Bei Betrieben mit mehr als 300 Angestellten, wie CSL einer ist, sind Konsultationen ab 30 Kündigungen obligatorisch. Eigenen Angaben zufolge beschäftigt das Unternehmen in Bern rund 1800 Personen.
Der Mutterkonzern CSL Limited hatte vergangenen August eine Reduzierung der Belegschaft über sämtliche Standorte um bis zu 15 Prozent angekündigt. Zuvor wurde auch bekannt, dass die Berner Forschungs- und Entwicklungsabteilung mit einer Einheit in Zürich zusammengelegt wird.