Reisende dürfen doppelte Menge mitnehmen – es gibt einen Haken
Ab Freitag gilt am Flughafen Zürich eine neue Flüssigkeitsregel

Die neuen Scanner am Flughafen Zürich machen das Verpacken von Flüssigkeiten in durchsichtige Beutel obsolet. Darum dürfen Flugpassagiere ab Freitag bis zu 2 Liter Flüssigkeiten im Handgepäck mitführen. Einen Haken hat das Ganze aber.
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Reisende am Flughafen Zürich müssen Flüssigkeiten künftig nicht mehr in separaten Beuteln verstauen.
Foto: Keystone

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Flughafen Zürich hebt ab dem 26. Juni 2026 die 1-Liter-Grenze für Flüssigkeiten auf
  • Passagiere dürfen neu bis zu 2 Liter Flüssigkeiten im Handgepäck mitnehmen
  • Neues CT-Scanner-System ermöglicht vereinfachte Sicherheitskontrollen
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Nathalie BennRedaktorin Wirtschaft

Wer im Handgepäck gerne mit vielen gefüllten Töpfchen, Tiegelchen und Fläschchen reist, darf sich freuen: Der Flughafen Zürich kippt am Freitag offiziell die 1-Liter-Grenze für mitgeführte Flüssigkeiten bei der Sicherheitskontrolle. Konkret: Neu dürfen Passagiere und Passagierinnen die doppelte Menge an Flüssigkeiten mitführen. Bis zu 2 Liter sind dann erlaubt. Ausserdem dürfen die einzelnen Behälter mehr als 100 Milliliter fassen. Und die Fluggäste müssen die Flüssigkeiten nicht mehr aus dem Koffer oder der Tasche nehmen. 

Passagiere «profitieren damit von vereinfachten Abläufen und deutlich mehr Komfort», schreibt der Flughafen in der Mitteilung zur Ankündigung. Den stressfreieren Sicherheitscheck möglich machen sogenannte CT-Scanner, die der Flughafen Zürich seit Dezember 2025 schrittweise in Betrieb genommen hat.

Während der Adventszeit vergangenen Jahres sorgte die Umstellung kurzzeitig für deutlich längere Wartezeiten – und damit für viel Frust bei den Reisenden. «Nun befinden sich die Arbeiten in der Schlussphase», erklärt Projektleiter Roman Jung in der Mitteilung. Obwohl bereits ein Grossteil aller Kontrolllinien mit den neuen Scannern ausgestattet war, galt die Standardregel von maximal 1 Liter Flüssigkeiten bis zuletzt. Schliesslich konnte man nicht wissen, ob man doch noch mit dem alten Gerät kontrolliert wird.

Ausnahme für Transferpassagiere

Von der Neuerung profitieren nur Fluggäste, die von Kloten aus ihre Reise antreten. Für Transferpassagiere bleibt alles beim Alten. Denn die Kontrollbereiche für den Transfer sind nicht mit der neuen CT-Technologie ausgestattet. Auch an den anderen Schweizer Flughäfen – namentlich dem Basler Euroairport, dem Genève Aéroport sowie dem Flughafen Bern – gilt weiterhin die Standardregel. 

Ganz sorglos sollten Reisende am Flughafen Zürich ihr Handgepäck nicht mit Shampoo, Getränken oder Sonnencreme füllen. «Für die Rückreise gelten je nach Flughafen unterschiedliche Bestimmungen, was die Flüssigkeitsobergrenze betrifft», warnt der Flughafen Zürich. Verfügt der Airport der Zieldestination also nicht über die neue Scanner-Technologie, muss man die mitgebrachten Flüssigkeiten unter Umständen entsorgen. Deshalb ist es ratsam, sich bereits vor der Abreise über die geltenden Bestimmungen am Ziel- und allfälligen Transitflughafen zu informieren.

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