Darum gehts
- Am Flughafen Zürich gibt es wegen Skyguide-Softwareproblemen 10 % weniger Landungen
- Skyguide plant Rollback der Software in der Nacht auf Donnerstag
- 2025 verzeichnete Skyguide Personalkosten von 382 Millionen CHF bei 576 Millionen Gesamtausgaben
Am Flughafen Zürich kommts zu Verspätungen. Grund dafür ist ein Software-Problem bei der Flugsicherung Skyguide. Dieses führt zu einer Kapazitätsreduktion, wie es in einer Medienmitteilung heisst. «Ein Problem mit einer für den Anflug benötigten Applikation hat dazu geführt, dass die Schweizer Flugsicherung die Kapazität am Flughafen Zürich bis auf Weiteres um 10 Prozent auf 35 Anflüge pro Stunde reduziert», heisst es.
In der Nacht auf Mittwoch habe Skyguide ein Software-Update durchgeführt. «Daraufhin ist am Morgen ein Fehlverhalten der Applikation bemerkt worden», schreibt Skyguide weiter. «In der Nacht auf Donnerstag wird ein sogenanntes Rollback durchgeführt, um den ursprünglichen Zustand der Applikation wiederherzustellen.» Skyguide betont: Die Sicherheit im Schweizer Luftraum sei jederzeit gewährleistet.
Sorgenkind am Schweizer Flughimmel
Vor zehn Tagen erst stand Skyguide letztmals in den Schlagzeilen. Die Schweizer Flugsicherung hat finanzielle Probleme. Bis Ende 2027 soll es deshalb zu 220 Entlassungen kommen. Betroffen sind Mitarbeitende in Dübendorf ZH und in Genf. 2025 schrieb die Firma zwar wieder schwarze Zahlen, die Lage bleibt aber schwierig.
Als Grund für den Stellenabbau nennt Skyguide «den wachsenden wirtschaftlichen Druck, steigende Personal- und Systemkosten, unsichere Einnahmen, europäische Effizienzziele und komplexe interne Strukturen». Zur Einordnung: Im letzten Jahr betrugen die Personalkosten von Skyguide 382 Millionen Franken – bei Gesamtausgaben von 576 Millionen Franken.
Skyguide ist seit längerem das grösste Sorgenkind am Schweizer Flughimmel. Peter Merz (57) hat im letzten November als CEO übernommen – und von seinem Vorgänger Alex Bristol (56) viele Probleme geerbt. Bereits Ende 2025 griff der neue Skyguide-Chef durch: Er verhängte einen Einstellungs- und Beschaffungsstopp. Und kündigte an, in diesem Jahr 24 Millionen Franken sparen zu wollen.