Prestigeauftrag für Flugzeugbauer Pilatus
Indonesien kauft 12 PC-24-Jets fürs Militär

Der Flugzeughersteller aus Stans NW hat sich mit dem indonesischen Verteidigungsministerium auf die Lieferung von zwölf PC-24-Maschinen geeinigt. Für Pilatus ist das nach einem schwierigen Jahr ein grosser Erfolg. Auch andere Militärs setzen auf «made in Nidwalden».
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Das indonesische Verteidigungsministerium kauft 12 PC-24-Maschinen von Pilatus.
Foto: Pilatus

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Indonesien kauft zwölf PC-24-Jets von Pilatus für Luftwaffenmissionen
  • Option für weitere Flugzeuge und langfristige Partnerschaft vereinbart
  • Pilatus verzeichnete 2025 30 Prozent Rückgang des Betriebsergebnisses
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Michael HotzTeamlead Wirtschafts-Desk

Grossauftrag für Pilatus: Das indonesische Verteidigungsministerium kauft zwölf PC-24-Jets des Innerschweizer Flugzeugbauers. Das Unternehmen mit Sitz in Stans NW hat mit PT E-System Solutions Indonesia einen entsprechenden Vertrag unterzeichnet, wie Pilatus am Montag mitteilt.

Der Deal beinhaltet zudem eine Option für weitere Flugzeuge, bodenbasierte Ausrüstung, Ersatzteile, Schulungen und technischen Support. So besteht zwischen den beiden Partnern auch eine Absichtserklärung für die Lieferung von 24 PC-21-Trainingsflugzeugen. Die PC-24-Maschinen will Indonesien für die Ausbildung von Transportpiloten der Luftwaffe sowie für Lufttransport- und Verbindungsmissionen einsetzen, heisst es dazu in der Mitteilung. Den Preis gaben die beiden Vertragspartner nicht bekannt.

PC-24 besticht durch Vielseitigkeit

Der Auftrag aus Südostasien ist ein grosser Erfolg für Pilatus. Zum Vergleich: Im gesamten letzten Jahr hat der Schweizer Flugzeughersteller insgesamt 50 PC-24 verkauft. Entsprechend zufrieden gibt man sich in Stans: «Wir schätzen das Vertrauen, das das indonesische Verteidigungsministerium in Pilatus setzt, sehr! Dieses Programm markiert den Beginn einer langfristigen Partnerschaft und unsere Priorität wird es sein, Indonesien mit einer reibungslosen Einführung der Flotte zu unterstützen», sagt Pilatus-CEO Markus Bucher (60) zum Deal.

Der PC-24 gilt als Schweizer Alleskönner: Er kann auf Asphalt, Kies und Gras starten und landen, hat eine Reichweite von bis zu 3600 Kilometern und fliegt 780 km/h schnell. Damit ist der Jet für Geschäftsreisen, medizinische Einsätze und Flüge in abgelegene Gebiete einsetzbar – ein geeigneter Flieger für Transporte innerhalb des grössten Inselstaats der Welt. Indonesien besteht aus über 17'000 Inseln.

Brasilianer jagen Schmuggler mit Pilatus-Jet

Auch die französische Armee setzt auf Jets «made in Nidwalden». Für seine Marine-Eliteeinheit kaufte unser Nachbar im letzten Oktober drei PC-24-Maschinen. Pilatus setzte sich damals gegen den Konkurrenten Embraer aus Brasilien durch. Das Heimatland des Mitbewerbers ist ebenfalls auf den Pilatus-Geschmack gekommen. Im Sommer 2025 kauften die brasilianischen Steuerbehörden einen PC-24, um damit Jagd auf Schmuggler zu machen.

Dennoch war 2025 ein schwieriges Jahr für das Nidwaldner Unternehmen. Das Betriebsergebnis ging gegenüber dem Vorjahr um 30 Prozent auf 170 Millionen Franken zurück. Pilatus sprach dabei von «aussergewöhnlichen Herausforderungen» – und meinte damit vor allem Donald Trumps (79) Zickzack-Kurs bei den US-Zöllen und der deshalb stark sinkende Dollar-Kurs.

Derzeit profitiert Pilatus für die USA, wo das Unternehmen 40 Prozent des Umsatzes macht, von einem Spezialdeal. Die US-Strafzölle fallen komplett weg. In Amerika baut der Flugzeughersteller nun seine Präsenz aus – mit einer neuen Fabrik in Florida. Aber auch in Europa stellt sich Pilatus breiter auf. So entsteht in einem Technologiepark bei Sevilla ein neues Fertigungswerk, wo künftig Strukturelemente und Verkabelungen für den PC-12 und den PC-24 hergestellt werden.

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