Darum gehts
- Am 12. August ab 19 Uhr zeigt sich partielle Sonnenfinsternis am Schweizer Himmel
- Wer ohne zertifizierten Filter in die Sonne fotografiert, riskiert Schäden an der Kamera
- Blick gibt Tipps, wie du das Spektakel sicher und gut fotografierst
Es ist ein seltenes Spektakel, das sich am Mittwochabend am Schweizer Himmel bietet. Die letzte so eindrückliche partielle Sonnenfinsternis ist über ein Vierteljahrhundert her. Doch unbedarft fotografieren sollte man das Phänomen auf keinen Fall, warnen Experten und die Nasa.
Wer mit seiner Kamera direkt auf die Sonne zielt, riskiert irreparable Schäden am Gerät, besonders am Sensor: «Da ein Fotoobjektiv ähnlich wie eine Lupe aufgebaut ist, wird das Licht auf einen Punkt fokussiert. Das Bündeln des Lichts kann in diesem Fall starke Hitze erzeugen und den elektronischen Sensor beschädigen», erklärt Severin Bassin, der bei Photo Vision Zumstein die Abteilung Astronomie leitet.
Sonne nicht via Handy beobachten
Das gilt auch für Handykameras, warnt die Nasa: «Der Sensor des Mobiltelefons könnte genau wie jeder andere Bildsensor beschädigt werden, wenn er direkt auf die Sonne gerichtet wird», teilt die US-Weltraumbehörde auf der Plattform X mit. Das Risiko bestehe vor allem dann, wenn man zum Beispiel durch einen Feldstecher oder ein Fernrohr fotografiert.
Grundsätzlich gilt: Je länger die Brennweite des Objektivs und je länger die Kamera auf die Sonne gerichtet ist, desto grösser ist das Risiko für einen Schaden. Und nicht nur die Technik braucht Schutz: Wer die Sonnenfinsternis über den Handybildschirm verfolgt, sollte das nicht ohne geeignete Schutzbrille tun.
Mit diesen Tipps fotografierst du die Sonnenfinsternis sicher und gut.
Safety first
Benutze einen speziellen Sonnenfilter für dein Objektiv – für die Handykamera klappts auch mit deiner zertifizierten Schutzbrille. «Durch eine reguläre Sonnenbrille oder einen normalen ND-Filter kommt noch zu viel Licht, deshalb könnte es für den Sensor gefährlich werden», erklärt Bassin.
Jede Kamera taugt
Ein tolles Bild kann auch mit dem Smartphone gelingen. Wichtiger als eine teure Ausrüstung ist ein gutes Auge. Nutze aber ein Stativ und den Selbstauslöser, damit die Bilder nicht verwackeln.
Vorher üben
Mach dich mit deiner Kamera vertraut, bevor das Spektakel losgeht. Finde heraus, wie man die Belichtung anpasst und manuell scharfstellt.