Das passiert bei einer totalen Sonnenfinsternis
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Spektakel am 12. August:Das passiert bei einer totalen Sonnenfinsternis

Astrophysikerin klärt auf
Das musst du zur Sonnenfinsternis am 12. August wissen

Kommenden Mittwoch schiebt sich der Mond exakt zwischen Erde und Sonne. Astrophysikerin Lucia Kleint erklärt, wann und wo das Phänomen im Land am besten zu sehen ist – und mit welchem Trick es sich besonders eindrücklich beobachten lässt.
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In der Schweiz kann man eine partielle Sonnenfinsternis beobachten: Ihren Höhepunkt erreicht sie um etwa 20:18 Uhr.
Foto: Leserreporter

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Am 12. August ist in der Schweiz eine partielle Sonnenfinsternis sichtbar
  • Den Höhepunkt im Raum Zürich erreich sie um 20.18 Uhr, wenn die Sonne ca. drei Grad über dem Horizont steht
  • Maximale Abdeckung dauert etwa 10 Minuten
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Nathalie BennRedaktorin Wirtschaft

Kommenden Mittwoch lohnt sich ein Blick in den Schweizer Abendhimmel: Eine partielle Sonnenfinsternis wird am 12. August einen grossen Teil unserer Sonne verdecken. Wann das Spektakel am besten zu beobachten ist, mit welchem Trick man den optimalen Zeitpunkt ermittelt und wie dunkel es tatsächlich wird, weiss Astrophysikerin Lucia Kleint (43) von der Universität Bern.

Wann kann man die Sonnenfinsternis genau beobachten?

«In der Schweiz, genauer gesagt in Zürich, beginnt der Prozess um 19.24 Uhr», weiss Kleint nach einem kurzen Blick auf den Computerbildschirm in ihrem Büro. Von einem erhöhten Standort aus, zum Beispiel der Urania Sternwarte, endet die Sonnenfinsternis um 20.42 Uhr, wenn die Sonne hinter dem Albis-Hügelzug verschwindet. Ihren Höhepunkt erreicht sie um 20.18 Uhr. Dann befindet sich die Sonne laut Kleint rund drei Grad über dem Horizont. Zum Vergleich: «Das ist ein bisschen mehr als eine Daumenbreite.» Wichtig: «Innerhalb der Schweiz unterscheiden sich die Zeiten um wenige Sekunden bis Minuten – auch je nach Höhe der Hügel oder Berge in die jeweilige Richtung.» 

Wird es bei uns eine komplette Finsternis geben?

Nein. «Mit einer Abdeckung von rund 92 Prozent ist das Maximum erreicht», weiss Kleint. Auch hier gibt es je nach Standort Unterschiede von ein bis zwei Prozent. «Diese sind aber mit dem blossen Auge nicht zu erkennen», so die Expertin.

Wenn die Sonnenfinsternis ohnehin am Abend auftritt, sieht man dann überhaupt einen Unterschied? «Auf jeden Fall. Das Licht ist anders – grauer, fahler. Auch wenn man die Sonnenfinsternis nicht erwartet, würde man sich definitiv fragen, was mit der Sonne los ist.»

Wie lange dauert die maximale Abdeckung an?

«Zu Beginn wird man noch nicht viel erkennen», erklärt Kleint. Mit Sonnenfinsternis-Brillen könne man im Lauf der Zeit aber immer mehr sehen. Etwa zehn Minuten lang wird das Phänomen während des Höhepunkts gut sichtbar sein. Wer nicht minutenlang in die Sonne starren will, kann sich währenddessen mit kleinen Experimenten beschäftigen: «Nimmt man ein Küchensieb und wirft damit einen Schatten auf den Boden, sind kleine Sonnensicheln zu erkennen», sagt Kleint. Die speziellen Formen sieht man auch, wenn man den Schatten der Sonne beispielsweise durch eine Baumkrone betrachtet.

Ein Leserbild von der Sonnenfinsternis im April 2024: Es zeigt die Sicheln im Schatten eines Baums.
Foto: zVg

Gibt es in der Schweiz bessere und schlechtere Orte zum Beobachten?

Grundsätzlich gilt gemäss Kleint: «Je näher an Spanien, desto besser.» Dort zeigt sich das Phänomen mit einer Abdeckung von 100 Prozent mitunter am stärksten. «In Genf sieht man die Sonnenfinsternis also möglicherweise ein bisschen besser als im Thurgau.» Natürlich spielt auch das Wetter eine Rolle. Freie Sicht auf die Sonne ist wichtig. Wolken oder Nebel können die Beobachtungs-Pläne durchkreuzen. Besonders kritisch wäre laut Kleint, wenn vom Westen her Gewitterwolken – sogenannte Cumulonimbi, die sich sehr hoch in der Atmosphäre befinden – über die Schweiz ziehen würden. 

Wo befinden sich die besten Orte ausserhalb der Schweiz?

Eine totale Sonnenfinsternis bestaunen kann man dieses Jahr in Island und Spanien. Da das Wetter auf der Insel im Nordatlantik aber deutlich launischer als im sonnigen Spanien ist, ist Letzteres der klare Favorit. Das sogenannte aride Zentrum Spaniens, also vor allem der Norden des Landes, eignet sich für eine Beobachtung besonders. Auch die Balearen vor der spanischen Mittelmeerküste liegen günstig. Auf Mallorca war der Ansturm für den 12. August bereits im März so riesig, dass die Insel eine Sonderkommission zur Bewältigung des Andrangs einberufen musste. 

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