Linus Fry (71) erlebt Wander-Horror in den Bündner Bergen
«Vier Herdenschutzhunde griffen mich und meine Mia (4) an»

Linus Fry (71) aus Disentis GR wird beim Wandern von Herdenschutzhunden angegriffen. Die Tiere beissen seine Labradorhündin. Mit Steinen, Tritten und Schlägen wehrt er sich gegen die Attacke. Und kann so Schlimmeres verhindern.
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Linus Fry (71) und seine Hündin Mia (4) wurden von vier Herdenschutzhunden angegriffen.
Foto: zVg

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Linus Fry (71) aus Disentis GR wurde von Herdenschutzhunden angegriffen
  • Seine Labradorhündin Mia blieb glücklicherweise unverletzt
  • Vier Hunde griffen ihn und Mia an, obwohl die Herde fern war
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Patrik BergerRedaktor Wirtschaft

Linus Fry (71) aus Disentis GR ist ein passionierter Berggänger. Fast täglich ist er auf Wanderwegen unterwegs. Immer an seiner Seite ist die Labradorhündin Mia (4). Der Angriff von Herdenschutzhunden auf zwei Wanderer im Val Sumvigt GR vom vergangenen Montag bewegt ihn. Fry meldet sich bei Blick. «Die Verhaltenstipps bringen nichts. Die Situation mit Herdenschutzhunden wird immer schlimmer», sagt der pensionierte Versicherungsexperte.

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Und berichtet von einem bedrohlichen Vorfall. «Wir waren zu viert auf dem Weg zur Medelserhütte vom SAC», führt er aus. 400 Meter vom Weg entfernt habe eine Schafherde geweidet. «Plötzlich sind zwei Herdenschutzhunde auf uns losgestürmt, obwohl wir weit weg waren von den Schafen und sie nicht gestört haben.» Die Hunde sollen die Wandergruppe bedrohlich angeknurrt und laut gebellt haben. Fry habe mit ihnen gesprochen, habe sie zu beruhigen versucht. «Dann sind sie abgezottelt.»

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Deutscher Hirte droht den Wanderern

Ausgestanden war die Situation aber noch lange nicht. «Weiter oben kam uns ein deutscher Hirt entgegen», erinnert sich Fry. Er habe gefragt, was da los sei. «Und stauchte uns laut zusammen. Wir sollen verschwinden. Am besten umdrehen.» Dann soll der Hirt den Wanderern gedroht haben: «Ich habe noch zwei junge Hunde. Die sind aggressiv!»

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In der Hütte trank die Gruppe etwas. Das schöne Panorama geniessen konnten die Berggänger aber nicht. Die Angst blieb, denn die vier Wanderer mussten auf dem Rückweg noch einmal an der Schafherde vorbei. Und tatsächlich: Es gab erneut Probleme. «Alle vier Hunde stürmten auf uns zu, die zwei Jungen voraus», erzählt Fry. Sie griffen auch Labradorhündin Mia an. Und bissen sie. «Sie hat laut gejault», erinnert sich Fry. «Da hab ich im Kopf auf Angriff umgeschaltet. Das war Instinkt, Adrenalin pur.»

Er sei sonst ein ruhiger, besonnener Mann. «Aber ich musste Mia beschützen und nahm deshalb den Kampf an!» Er packte Steine aus einem nahen Bach. Und schmiss sie gegen die vier Hunde. Er trat mit den Füssen gegen die Tiere. Und schlug auf sie ein. «Damit haben sie wohl nicht gerechnet», sagt Fry. Die Tiere zogen sich zurück. Sofort untersuchte Fry Mia. Sie überstand den Angriff unverletzt.

«Die Hunde sind das Problem, nicht der Wolf»

Bei der Polizei oder beim Älpler meldete er den Vorfall nicht. «Das bringt nichts», ist Fry überzeugt. Für ihn ist klar: «Die Lage für Wanderer wird immer komplizierter.» Vor einer Tour müsse man sich immer überlegen, wo allenfalls Hunde anzutreffen seien. «Sie sind unberechenbar. Nicht der Wolf ist eine Bedrohung – sondern die Herdenschutzhunde!», sagt Fry.

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