In Sumvitg GR
Junge Wanderer treffen auf Herdenschutzhunde – Spital

Zwei Junge Wanderer aus Deutschland sind am Montag im Val Sumvitg auf Herdenschutzhunde getroffen. Die beiden Männer mussten anschliessend mit der Rega ins Spital geflogen werden.
In Sumvitg GR sind zwei junge Wanderer auf Herdenschutzhunde getroffen. Sie wurden später zur Kontrolle mit der Rega ins Spital geflogen.
Foto: Keystone
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Alexander TerweyStv. Teamlead News-Desk

Am Montagnachmittag ist es im Val Sumvitg im Kanton Graubünden zu einem Zwischenfall zwischen zwei Wanderern und Herdenschutzhunden gekommen, wie die Kantonspolizei Graubünden in einer Mitteilung schreibt. Sie wurden daraufhin mit der Rega zur Kontrolle ins Spital geflogen. Was war geschehen?

Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei waren die beiden Wanderer aus Deutschland, zwei Männer im Alter von 21 und 22 Jahren, vor der Fuorcla da Cavel talwärts in Richtung Run Sut unterwegs. Auf ihrer Route begegneten sie zwei Herdenschutzhunden – es kam zu einem Konflikt. Ein Wanderer rutschte rund zehn Meter einen Abhang hinunter. Daraufhin erlitt er leichte Verletzungen. Der zweite Wanderer wurde bei dem Zwischenfall ebenfalls leicht verletzt. Die genauen Hintergründe sind bislang unklar.

Mit Rega ins Spital

Gemäss Kantonspolizei flog eine Crew der Rega die beiden Wanderer mit Unterstützung eines Rettungsspezialisten Helikopter (RSH) des Schweizer Alpen-Clubs (SAC) zur Kontrolle ins Spital nach Ilanz GR. Die genauen Umstände des Vorfalls klärt die Kantonspolizei Graubünden nun mit dem Amt für Lebensmittelsicherheit und Tiergesundheit ab.

Herdenschutz Schweiz gibt auf seiner Homepage klare Verhaltensempfehlungen für solche Fälle. So reagierst du richtig, wenn du beim Wandern auf Herdenschutzhunde triffst:

  • Ruhig und langsam gehen.
  • Vom Bike steigen und es schieben.
  • Möglichst Distanz zur Herde halten; Schafe, Ziegen oder Herdenschutzhunde nicht erschrecken oder aufscheuchen.
  • Wenn ihr keine Schutzhunde seht, macht durch lautes Reden auf euch aufmerksam.
  • Wenn Herdenschutzhunde bellen, in eure Richtung rennen oder euch den Weg versperren, bleibt ruhig stehen und gebt den Hunden Zeit, die Situation einzuschätzen; schreit die Herdenschutzhunde nicht an – das würde sie provozieren.
  • Fühlt ihr euch von einem Herdenschutzhund bedrängt, vermeidet Augenkontakt, aber bleibt ihm zugewandt.
  • Geht erst dann gemächlich weiter, wenn die Schutzhunde aufgehört haben zu bellen und eure Anwesenheit akzeptieren; wenn die Herdenschutzhunde sich nicht beruhigen, obwohl ihr ruhig gewartet habt, vergrössert den Abstand zur Herde.
  • Falls nötig, haltet die Hunde zum Beispiel mit Wanderstöcken auf Abstand, indem ihr sie schräg nach unten in Richtung Hund strecken; versucht nicht, die Herdenschutzhunde mit erhobenen Stöcken oder Herumfuchteln zu bedrohen.
  • Zieht euch langsam zurück; geht, wenn nötig, rückwärts.
  • Wenn ihr weit genug von der Herde entfernt seid, werden die Hunde euch unbehelligt ziehen lassen – umgeht die Herde weiträumig; wenn dies nicht möglich ist oder ihr euch unsicher fühlt, kehrt um.
  • Wenn ihr mit eurem eigenen Hund unverhofft an eine geschützte Herde gelangen, nehmt euren Hund an die Leine.
  • Versucht nie, mit dem eigenen Hund eine geschützte Herde zu durchqueren.
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