Jetzt erwischt es auch Kaffee Zaun
Diese Eigenmarken der Migros sind bereits verschwunden

Das Markensterben bei Migros geht weiter: Der koffeinfreie Kaffee Zaun verschwindet Ende April 2026. Bis 2030 sollen 80 Eigenmarken verschwinden. Wir zeigen dir, welche Migros-Marken bereits weg sind.
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Das Ausmisten beim orangen Riesen geht weiter.
Foto: Pius Koller

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Migros beendet koffeinfreien Kaffee Zaun ab Ende April 2026
  • Migros reduziert Eigenmarken von 250 auf 150
  • Bis 2030 verschwinden tausend Produkte, darunter American Favorites
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Daniel MacherRedaktor News

Er war eine Institution: der koffeinfreie Kaffee Zaun. Seit den 1930er-Jahren lachte die Migros die Konkurrenz aus – mit einer bewussten Provokation. Während Kaffee Hag die Regale dominierte, stellte Gottlieb Duttweiler (1888–1962) eine eigene Variante daneben, 40 Prozent billiger. Der Name war Programm: Zaun statt Hag. Mit dem Slogan «Schont Ihr Herz und Portemonnaie» wurde Zaun zur Kultmarke. Doch Ende April 2026 ist Schluss. Der legendäre Name verschwindet endgültig von den Verpackungen, wie die «NZZ» berichtet hat.

Der Fall Zaun ist symptomatisch. Die Migros räumt derzeit massiv auf: Von den 250 Eigenmarken sollen bis 2030 rund 80 verschwinden – rund tausend Produkte sind betroffen. Blick zeigt dir, bei welchen bekannten Eigenmarken die Migros bereits ausgemistet hat.

M-Budget-Produktlinie – die Sparmarke mit Scham-Faktor

Seit 1996 ist M-Budget die Kultmarke für Tiefpreisprodukte: Handseife, Mayonnaise, Mineralwasser mit knallgrüner Verpackung. Viele Produkte werden nun neu aufgewertet – der pikante Grund: Kunden sollen sich für die billige Optik nicht mehr schämen. Das Mineralwasser trägt bereits ein neues Design in Blau und Rot.

M-Classic – das Mittelsegment

M-Classic war die Eigenmarke für Alltagsprodukte im mittleren Preissegment – das Bindeglied zwischen den Billig-M-Budget-Produkten und der Premium-Linie Sélection. M-Classic wird komplett in die Dachmarke «Migros» überführt. Die Migros möchte damit die Markenvielfalt reduzieren und gleichzeitig signalisieren, dass die Hausmarke selbst stark genug ist, um ohne zusätzliche Subnamen zu funktionieren.

American Favorites – die Entamerikanisierung

American Favorites war die bunte Eigenmarke mit Freiheitsstatue und roten Sternen. Sie brachte typisch US-amerikanische Produkte wie Toastbrot, Burgerbuns und süsse Guetzli ins Regal – unter dem Slogan «American Style – Made in Switzerland».

Die Marke wird schrittweise umgestaltet und verliert ihren amerikanischen Look. Das Toastbrot trägt bereits seit April 2026 nur noch den Namen «Migros Sandwich» ohne USA-Bezug. Die Migros erklärt dies als Teil ihrer «umfassenden Markenstraffung». Die restlichen American-Favorites-Produkte folgen bis 2027.

Alexis und J. Bank's – die vergessenen Nischen

Die Marke J. Bank's, die für Frühlingsrollen stand, wird ebenfalls aus den Regalen verschwinden. Das gleiche Schicksal trifft das Alexis-Olivenöl. Beiden Marken gelang es nicht, eine bedeutende Bekanntheit oder Kundentreue zu erlangen.

Oh! – der Proteinbrand

Mit «Oh!» sprang die Migros auf den Fitnesstrend mit High-Protein-Produkten auf. Nun geht es der Marke an den Kragen, sie verschwindet.

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