Parallelimporte wegen Preiskampf
Die Migros verkauft jetzt «englischsprachiges» Red Bull

Zuletzt hatte die Migros bei den Energydrinks immer wieder Lücken in den Regalen: Die Dosen mit klassischem Red Bull fehlten. Jetzt hat der orange Riese mit Parallelimporten aus den Niederlanden oder Italien reagiert. Hintergrund sind laufende Preisverhandlungen.
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Woher kommt denn das? In der Migros ist das Red Bull auf Englisch angeschrieben. Ein Kleber auf Deutsch übersetzt die Inhaltsstoffe.
Foto: Leserreporter

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Migros verkauft wieder Red Bull in 250-ml-Dosen, jedoch mit englischer Beschriftung
  • Wegen Preisverhandlungen mit Redbull setzt Migros auf Parallelimporte aus Europa
  • Seit Januar fehlten 250-ml-Dosen, 355-ml-Variante war weiterhin erhältlich
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Milena KälinRedaktorin Wirtschaft

Gute Nachrichten für alle Red-Bull-Fans: Nach wochenlang leeren Regalen hat die Migros das klassische Red Bull in der 250-Milliliter-Dose wieder im Sortiment. Doch in der Schweiz wurde die Dose für 1.50 Franken offenbar nicht abgefüllt – denn das Getränk ist auf Englisch angeschrieben. Ein Kleber übersetzt die Inhaltsstoffe ins Deutsche – ein ungewöhnlicher Anblick fürs Migros-Publikum. Setzt die Detailhändlerin etwa auf Parallelimporte? 

Die Migros gibt zu: Aktuell laufen Preisverhandlungen zwischen Red Bull und dem orangen Riesen. «Während laufender Verhandlungen kann es vorkommen, dass einzelne Produkte temporär ausgelistet werden», so eine Sprecherin. 

Seit Januar fehlte der gezuckerte Energydrink in der beliebten Grösse weitgehend in den Migros-Regalen. Es gab nur die grössere Variante mit 355 Milliliter, die zuckerfreie und andere Varianten zu kaufen. Online heisst es beim Sechserpack der 250-Milliliter-Dose immer noch: «Nicht erhältlich in Filialen.» 

Um die Regale vorübergehend zu füllen, importiert die Migros nun eben Red-Bull-Dosen aus dem Ausland. «Je nach Produkt und Produktionscharge stammen sie aus europäischen Produktionsstandorten, etwa aus den Niederlanden oder Italien», so eine Migros-Sprecherin auf Anfrage von Blick. Die Herkunft sei auf der Dose deklariert.

Nicht die ersten Parallelimporte

Nicht zum ersten Mal setzt die Detailhändlerin mit ihren Töchtern auf Parallelimporte. «Wir haben Bestellungen beim Schweizer Cola-Abfüller nicht erneuert und importieren die Softgetränke aus dem europäischen Ausland zu günstigeren Preisen», verriet letzten Mai Denner-Chef Torsten Friedrich (48) im Interview mit Blick. Damals importierte auch die Migros Cola-Produkte aus Deutschland. Es dauerte einige Monate, bis sich der orange Riese und seine Discounter-Tochter mit Coca-Cola Schweiz einigen konnten

Auch im Fall von Red Bull halten die Preisverhandlungen mit dem Schweizer Ableger des Brausekonzerns schon länger an – und der Preiskampf geht weiter. Es wird sich zeigen, wer sich durchsetzen kann: Zieht die Migros den Kürzeren, muss sie die Preise anheben – oder weiterhin auf die Dose mit englischer Beschriftung setzen.

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