Wie Kleinaktionär Beni Thurnheer
So kannst du dir ein Stück am Traditionsklub FCSG kaufen

Über 19'000 Personen besitzen Aktien des FC St. Gallen. Unter ihnen: Kleinaktionär Beni Thurnheer. Blick zeigt, wie du dich am Ostschweizer Traditionsklub beteiligen kannst. Ganz so einfach wie an der Börse ist das allerdings nicht.
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Die Freude über den gewonnenen Cup währt beim FC St. Gallen nicht lange.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Streit beim FCSG: Präsident Hüppi (68) gegen Grossaktionäre unter Druck
  • Beni Thurnheer (76) droht mit Verkauf seiner zehn Aktien bei Absetzung
  • Über 19'000 Aktionäre besitzen Anteile, Aktie zuletzt 2022 für 100 Franken ausgegeben
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Ulrich RotzingerWirtschaftschef

Im Espenmoos ist der Teufel los: Die Grossaktionäre beim FC St. Gallen haben sich mit der Klubführung um Präsident Matthias Hüppi (68) gezofft. Zu dessen Unterstützern gehört FCSG-Kleinaktionär Bernard Thurnheer (76). «Ich stehe wie eine Eins hinter Matthias Hüppi. Meine zehn FC-St.-Gallen-Aktien würde ich verkaufen, falls sie ihn absägen», sagte TV-Legende Thurnheer zu Blick. Glück für Thurnheer: Hüppi bleibt, er kann seine Aktien behalten.

Interessenten für eine Mitsprache bei der Klubpolitik und damit eine Beteiligung am FCSG gäbe es sicher viele. Im Gegensatz zum klassischen Aktienhandel – etwa an der Schweizer Börse SIX – kommt man nicht so einfach an eine Aktie des Ostschweizer Cupsiegers.

Im Fall von Beni Thurnheer müsste dieser eine Abtrittserklärung abgeben und unterzeichnen. Der Aktienübertrag muss zuerst vom Verwaltungsrat der FC St. Gallen AG genehmigt werden, bevor der Erwerber Aktionär wird und ins Aktienbuch der FC St. Gallen AG eingetragen wird. Das alles geht heutzutage natürlich digital. 

Über 19'000 Aktionärinnen und Aktionäre

Miteigentümer des FCSG kann natürlich auch werden, wer niemanden findet, der bestehende FCSG-Aktien verkaufen will. Dazu braucht es aber spezielle, temporär durchgeführte Zeichnungsphasen oder eine Aktienkapitalerhöhung, die von der Generalversammlung der FC St. Gallen AG gutgeheissen werden muss.

Zuletzt fand eine solche im Herbst 2022 statt. Neue Aktien wurden ausgegeben, bestehende Aktionärinnen und Aktionäre konnten ebenfalls zusätzliche Papiere zeichnen. Ausgabepreis für eine Aktie war 100 Franken. Die Kapitalerhöhung wurde damals mit 50’316 neu gezeichneten Aktien abgeschlossen.

Die Kleinaktionäre und -aktionärinnen und die Region halten zusammen etwas mehr als 50 Prozent der Anteile am FC St. Gallen. Der Rest verteilt sich auf die FC St. Gallen Event AG und private Grossinvestoren gemäss Geschäftsbericht des FCSG. Gegenwärtig sind über 19'000 Personen im Besitz von FCSG-Aktien – sie könnten den Kybunpark ohne Probleme füllen.

Klar ist: Eine Beteiligung am FCSG ist für die Mehrheit ein emotionales, ideelles Investment in ein Stück Heimat – und keine klassische finanzielle Renditeanlage.

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