Immer mehr Banker auf dem RAV
UBS beschleunigt eigenen Jobabbau – erstmals unter 100'000 Vollzeitstellen

Seit März 2026 hat die Grossbank UBS 4500 Jobs abgebaut. Bis Anfang 2027 soll die nächste grosse Streichrunde erfolgen. Die Zahl der Angestellten ist bereits unter eine markante Marke gerutscht.
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Die UBS hat den Stellenabbau im 2. Quartal beschleunigt.
Foto: Bloomberg via Getty Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • UBS fällt erstmals unter 100'000 Vollzeitstellen weltweit, aktuell 99'000
  • Arbeitslosenquote im Bankensektor stieg auf 3,5 Prozent im Juni 2026
  • Quartalsgewinn von 2,8 Milliarden Dollar trotz Sozialplan und dank Kosteneinsparungen
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Martin SchmidtRedaktor Wirtschaft

Der Personalbestand bei der UBS schmilzt wie Eis in der Sonne, wie der aktuelle Quartalsbericht zeigt: Die Schweizer Grossbank fällt auf Vollzeitstellen umgerechnet gar erstmals unter die 100'000er-Marke weltweit, seit sie im März 2023 die Credit Suisse übernommen hat. Im zweiten Quartal sank die Zahl der Vollzeitäquivalente um rund 2500 auf noch knapp über 99'000.

Der Blick auf den tatsächlichen Personalbestand inklusive externer Kräfte zeigt weiter, dass die Bank mit knapp 112'400 Angestellten gegenüber Ende März effektiv gar 4500 Jobs abgebaut hat. Das Tempo hat sich zuletzt beschleunigt. 

Nächste Abbauwelle steht an

In der Schweiz sollen im Rahmen der Übernahme der Credit Suisse etwa 3000 Stellen wegfallen. Etwas mehr als die Hälfte ist bereits weg. Eine weitere grosse Abbaurunde kündigte UBS-Chef Sergio Ermotti (66) in diesem Frühjahr für die zweite Jahreshälfte 2026 und Anfang 2027 an. Bis dahin soll die Migration der CS-Kunden auf die UBS weitgehend abgeschlossen sein. Neben Entlassungen erfolgt ein Teil des Abbaus über Abgänge, Frühpensionierungen und interne Wechsel.

Die Abbauwelle bei der Grossbank bleibt nicht ohne Folgen: Die Arbeitslosigkeit bei Bankangestellten liegt auf dem Niveau der Finanzkrise 2010, so der Schweizerische Bankpersonalverband (SBPV). Auch andere Finanzinstitute drücken auf die Sparbremse. So landen immer mehr Bankerinnen und Banker bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV). Die Arbeitslosenquote im Bankensektor hat im Vergleich zur Gesamtwirtschaft überdurchschnittlich stark zugenommen und lag im Juni bei 3,5 Prozent – ein Jahr davor waren es 2,9 Prozent.

Bankpersonalverband nimmt Grossbank in die Pflicht

Der SBPV fordert von der UBS, dass diese ihren Sozialplan ohne Abstriche verlängert. Derzeit läuft er bis Ende 2026. Trotz dieser temporären Mehrkosten ist die Bank bei ihren Kosteneinsparungen auf Kurs. Die Megabank konnte ihr Aufwand-Ertrags-Verhältnis seit der CS-Integration bereits erheblich senken. Das wirkt sich auch positiv auf den Quartalsgewinn von 2,8 Milliarden Dollar aus. Auch bei den übrigen Kennzahlen ist die Bank stark unterwegs. 

Auf welcher Höhe sich die Zahl der Vollzeitstellen nach Abschluss des Sparprogramms einpendeln soll, hat die UBS so nie kommuniziert. Zu Beginn der Übernahme waren es rund 120'000. Bis Anfang 2027 soll der Bestand gemäss Blick-Informationen auf rund 95'000 sinken. Durch die Zusammenführung der beiden Grossbanken gehen folglich mehrere Zehntausend Stellen weltweit verloren.


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