Gastro-Konzept gescheitert
Migros schliesst hippe Nobel-Pizzeria nach nur zwei Jahren

Das «Amo e lino» ist Geschichte. Die Migros Zürich macht ihr neues Pizza-Restaurant an bester Lage am Zürcher Limmatplatz zu. Hohe Pizzeria-Dichte und zu wenig Gäste sorgen für das schnelle Ende. Es ist nicht das erste Gastro-Konzept des orangen Riesen, das floppt.
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Nach knapp zwei Jahren ist das «Amo e lino» am Zürcher Limmatplatz schon wieder Geschichte.
Foto: Instagram

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Die Migros Zürich beendet das Pizzeria-Konzept «Amo e lino» nach zwei Jahren
  • Hohe Pizzeria-Dichte und geringe Besucherzahlen führten zur Schliessung am Limmatplatz
  • Die Migros Zürich verzeichnete 2025 ein Rekord-Minus von 180 Millionen Franken
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Patrik BergerRedaktor Wirtschaft

Die Migros ist die zweitgrösste Beizerin des Landes – hinter McDonald's. Neben den kultigen Migros-Restaurants betreibt der orange Riese verschiedene Lokale, auch national präsente Ketten wie Molino. Immer wieder versucht die Migros auch neue Konzepte aus. Das geht aber längst nicht immer gut. So ziehen die Migros Zürich und ihre Tochter Ospena dem Pizza-Konzept «Amo e lino» den Stecker, wie CH Media berichtet.

Gescheitert ist die Migros mit ihrer Regionalgenossenschaft Ostschweiz auch mit einer eigenen Poulet-Restaurant-Kette. Kurz nach der Gründung von «Pouletc.» wurde der reichlich sperrige Name durch Chickeria ersetzt. In Schwung kam das Konzept trotzdem nie so richtig. Der orange Riese konnte nicht auf den Poulet-Boom aufspringen und verkaufte die Standorte an die US-Fastfood-Kette Burger King. Und im September 2024 hat die Migros Zürich den als «Treffpunkt für Foodlovers» lancierten Luxustempel «Bridge» an der Zürcher Europaallee verkauft.

Aus nach weniger als zwei Jahren

Das Pizza-Konzept «Amo e lino» lancierte die Migros Anfang 2024. Nach zwei Jahren ist schon wieder Schluss. Das erste Lokal am Zürcher Limmatplatz galt als Hoffnungsträger. Eine «urbane Pizzabar» mit einfachem Konzept, hochwertigen Zutaten und sogar DJ-Sets am Abend sollte neue Gäste anlocken. Die Expansion war bereits geplant. Jetzt erinnert nur noch ein trockenes «Grazie mille e arrivederci!» auf der Homepage ans gescheiterte Italo-Konzept.

«In den vergangenen Monaten wurde die Entwicklung am Standort sorgfältig analysiert», sagt Ospena-Chef Daniel Reimann zu Blick. Und: «Dabei hat sich gezeigt, dass die Frequenzen am Zürcher Limmatplatz hinter den Erwartungen liegen und sich ‹Amo e lino› an diesem Standort nicht dauerhaft etablieren konnte.» Wohl auch, weil die Pizzeria-Dichte rund um den Limmatplatz hoch ist. Entlassungen gibts laut Reimann keine. Die Betroffenen bekommen einen Job in einem der Molino-Restaurants.

Migros Zürich mit 180-Millionen-Minus

Reimann betont, dass die Schliessung nichts mit dem Geschäftsgang der Ospena zu tun habe. Sie konnte den Umsatz 2025 um 1,6 Prozent auf 78,3 Millionen Franken steigern. Zur Gastrogruppe gehören neben den Molino-Betrieben das Genfer Restaurant Le Lacustre, das Hotel Marktgasse in Zürich mit dem Restaurant Igniv von Koch Andreas Caminada (48) sowie die Zürcher Restaurants Frascati und Delish.

Die Migros Zürich stand zuletzt mit dem Verkauf der Bio-Kette Tegut in den Schlagzeilen. Damit zieht sie sich nach 14 Jahren komplett aus Deutschland zurück. Zudem hat die grösste Genossenschaft der Migros 2025 mit 180 Millionen Franken auch das grösste Minus vermelden müssen. 2024 waren es noch 125 Millionen.

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