Finma ist im Haus
Zurich-Chef Greco greift durch – mehr als zwölf Mitarbeitende entlassen

Wegen möglicher Mängel bei internen Kontrollen hat die Finma eine Untersuchung gegen die Zurich Versicherung eingeleitet. Jetzt bestätigt Langzeitchef Mario Greco das Enforcement-Verfahren – und entlässt mehr als zwölf Mitarbeitende.
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Zurich-Chef Mario Greco hat die Finanzmarktaufsicht im Haus.
Foto: Bloomberg

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Zurich-CEO Mario Greco entlässt nach Finma-Untersuchung über ein Dutzend Mitarbeitende
  • Finma verhängt Verkaufsverbot für Lebens- und Rentenversicherungspolicen an Neukunden
  • Greco: Fehler hätte intern erkannt werden müssen, Gewinn bleibt jedoch unbeeinflusst
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Michael HotzTeamlead Wirtschafts-Desk

Das «grosse Puff» bei der Zurich Versicherung hat Konsequenzen: Als Reaktion auf eine Untersuchung der eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (Finma) hat CEO Mario Greco (67) mehr als ein Dutzend Mitarbeitende entlassen, wie Bloomberg berichtet. Damit bestätigt der langjährige Zurich-Chef Recherchen von Blick, wonach die Finma ein sogenanntes Enforcement-Verfahren eingeleitet hat. Ein Insider beschrieb den gegenwärtigen Zustand des Versicherers eben als «grosses Puff».

Der Vorwurf: Zurich soll einigen Schweizer Kunden Policen zu niedrigeren Preisen verkauft haben, als der Versicherer mit der Aufsichtsbehörde zuvor abgemacht hatte. Für bestimmte Policen im Bereich von Lebens- und Rentenversicherungen hat die Finma zudem ein Verkaufsverbot verhängt. In dieser Sparte darf Zurich deshalb aktuell nur bestehende Kunden bedienen.

Mario Greco gesteht Fehler ein

Das Verbot werde keine Auswirkungen auf den Gewinn haben, betonte Greco im Bericht. Gegenüber Bloomberg sagte er: «Bedauerlich ist, dass wir den Fehler selbst hätten aufdecken müssen, was uns trotz aller durchgeführten Prüfungen und Kontrollen nicht gelungen ist.»

Wie lange die Finma-Untersuchung dauern wird, ist noch offen. Das Verfahren befindet sich aber offenbar in vollem Gange. Die Finma hat laut Blick-Recherchen schon einige Mitarbeitende befragt. Beim Enforcement handelt es sich um ein aufsichtsrechtliches Untersuchungsverfahren, das in der Regel mit einer Verfügung endet, manchmal aber auch einfach eingestellt wird.

Im schlimmsten Fall kann die Finma einem Institut die Lizenz entziehen und es damit in die Liquidation schicken – wie Anfang Jahr die Zürcher MBaer Merchant Bank. Die Versicherung soll die Anwaltskanzlei Homburger mit der Vertretung ihrer Interessen beauftragt haben.

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