Die Österreicher sind schuld
Flughafen Altenrhein lädt nicht alle Einheimischen zu Jubiläumsfest ein

Im August feiert der Flugplatz Altenrhein sein 100-jähriges Bestehen. Der Eintritt am letzten Tag ist aber nicht für alle Bewohner der Gemeinde Thal SG gratis. Die Veranstalter mussten das Budget «deutlich reduzieren» – weil die Österreicher trödelten.
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Seit 1926 heben am Flughafen St. Gallen-Altenrhein Flieger ab.
Foto: People’s Air Group

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Flughafen St. Gallen-Altenrhein feiert im August 100 Jahre Jubiläum
  • Eintritt ist an einem Tag kostenlos für Ortsteile Staad und Altenrhein, Thal zahlt 10 Franken
  • Veranstalter erwarten 50'000 bis 70'000 Besucherinnen und Besucher
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Nathalie BennRedaktorin Wirtschaft

Schon bald verwandelt sich der Mini-Flughafen St. Gallen-Altenrhein in einen grossen Festplatz: Vom 28. bis 30. August feiert der Betrieb sein 100-jähriges Bestehen. Angerührt wird mit grosser Kelle: Für die dreitägige Feier – inklusive Ausstellungen und einer Flugshow der Patrouille Suisse – erwarten die Veranstalter 50'000 bis 70'000 Besucher und Besucherinnen.

Für Gesprächsstoff sorgt jetzt eine Eintrittsregelung für Bewohner und Bewohnerinnen der Gemeinde Thal SG, in der sich der Flugplatz befindet. Denn für die Bevölkerung aus den Ortsteilen Altenrhein und Staad ist der Besuch am letzten Tag gratis – jene aus dem dritten Ortsteil Thal muss jedoch bezahlen, wie das «St. Galler Tagblatt» berichtet. Immerhin: Die Bewohner von Thal erhalten für den Sonntag einen vergünstigten Eintritt. Statt 28 Franken müssen sie nur 10 Franken bezahlen.

Flughafen wartete Monate auf Bewilligung von Österreich

Gegenüber der Zeitung erklärt Michael Dünser vom Organisationskomitee den Entscheid. Ursprünglich habe man allen Einwohnenden der Gemeinde Thal Gratis-Tickets anbieten wollen. Doch Widerstand aus Österreich machte dem Vorhaben einen Strich durch die Rechnung.

Grund dafür ist das Highlight der Veranstaltung: die spektakuläre Flugshow der Patrouille Suisse mit den kultigen Tiger-Kampfjets, die wenig später in Pension gehen werden. Wegen eines Staatsvertrags zwischen der Schweiz und Österreich braucht es für die Show auch die Zustimmung der Vorarlberger Landesregierung. Und diese stellte sich lange quer – zum Ärger bei der Chefetage des Flughafens. «Vorher planen wir nicht weiter», enervierte sich Flugplatz-Chef Thomas Krutzler im Februar gegenüber Blick. Mitte Februar gab die Regierung von Vorarlberg dann schliesslich grünes Licht – die Zustimmung ist allerdings an Bedingungen geknüpft. 

Das Warten auf die Flugshow-Genehmigung habe die Planung ordentlich durcheinandergewirbelt, sagte Dünser gegenüber dem «Tagblatt». Das OK konnte erst vier Monate später als geplant mit der Detailplanung beginnen. Dadurch blieb auch weniger Zeit, Sponsoren an Land zu ziehen. Weil diese nun zum Teil fehlen, mussten die Organisatoren das Budget «deutlich reduzieren» – ganz zum Leid der Thaler und Thalerinnen.

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