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Letzte Patrouille-Suisse-Show auf der Kippe
Flughafen Altenrhein bangt um sein 100-Jahr-Jubiläum – wegen Ösis

Die Betreiber brauchen für die Flugshow das OK aus Vorarlberg, doch dort sperrt man sich. Ohne die definitive Zusage fällt das grosse Jubiläumsfest ins Wasser. Doch es gibt Hoffnung.
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Der Flugplatz St. Gallen-Altenrhein feiert dieses Jahr sein 100-Jahr-Jubiläum.
Foto: PD

Darum gehts

  • Flughafen Altenrhein plant dreitägiges Jubiläumsfest mit Airshows im August
  • Patrouille Suisse soll Tigerjets zeigen, Bewilligung aus Vorarlberg noch offen
  • 50'000 bis 100'000 Besucher erwartet, schriftliche Zusage entscheidend
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Robin WegmüllerRedaktor Wirtschaft

Seit 1926 heben am Flughafen St. Gallen-Altenrhein Flieger ab. Dieses Jahr möchten die Flughafen-Betreiber die Korken für das 100-Jahr-Jubiläum so richtig knallen lassen. Ende August ist eine dreitätige Feier geplant – inklusive Ausstellungen und Airshows. Die Organisatoren erwarten 50'000 bis 100'000 Besucherinnen und Besucher.

Nicht zuletzt dank eines absoluten Highlights: Altenrhein hat die Zusage der Patrouille Suisse erhalten. Die Schweizer Luftwaffe wird eine der allerletzten Shows mit den Tiger-Kampfjets präsentieren. Die Flieger gehen danach in Pension. Zudem soll auch ein Super-Puma-Militärhelikopter über die Ostschweiz schwirren. Doch aktuell steht noch in den Sternen, ob die Mega-Feier überhaupt stattfinden kann, wie das «St. Galler Tagblatt» zuerst berichtete.

Ösis lassen auf sich warten

Ausgerechnet die Show der Patrouille Suisse stellt ein Problem dar. Wegen eines Staatsvertrags zwischen der Schweiz und Österreich kann das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) die Flugshow nur bewilligen, wenn auch die Landesregierung von Vorarlberg zustimmt. Und auf deren Zusage wartet der Flughafen immer noch.

Dabei haben laut der Zeitung bereits im September erste Gespräche stattgefunden. Die Flughafenbetreiber haben darauf zahlreichen weiteren Jet-Formationen abgesagt – aus Rücksicht auf die Bevölkerung. «Die österreichischen Gemeinden würden lediglich am Freitag und Samstag während je rund 40 Minuten von der Patrouille Suisse überflogen», sagte Vereinspräsident Raphael Widmer-Kaufmann dem «St. Galler Tagblatt». 

Mündliche Zusage vorhanden

Seit einem weiteren runden Tisch im Januar 2026 herrscht Funkstille. Die Flughafenchefs haben den Ösis eine Frist gesetzt – bis nächsten Freitag. Die Zeit drängt. Jetzt zeichnet sich aber eine Lösung ab. «Wir haben eine mündliche Zustimmung seitens Vorarlberg erhalten», sagt Thomas Krutzler, CEO des Flugplatzes St. Gallen-Altenrhein, auf Anfrage von Blick. «Ich hoffe, dass wir Anfang nächster Woche eine definitive, schriftliche Zusage erhalten.»

Eine schriftliche Bestätigung sei entscheidend. «Vorher planen wir nicht weiter», so Krutzler. Es wäre eine schöne Nachricht. Bereits 2008 fiel die Internationale Bodensee-Airshow (IBAS) wegen einer fehlenden Bewilligung aus Österreich ins Wasser. Ohne die Zustimmung findet das Jubiläumsfest nicht statt. Oder nur in sehr kleinem Rahmen. «Ohne Airshow und eher wie eine Gewerbeausstellung», so Krutzler.

Es ist für die zahlreichen Patrouille-Suisse-Fans zu hoffen, dass die Zustimmung aus Vorarlberg schon bald im Briefkasten des Ostschweizer Flughafens zu finden ist.

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