Darum gehts
- Seit Mittwoch gibt es eine 1-Dollar-Münze mit Trumps Porträt
- Erster lebender US-Präsident seit 1926 auf amerikanischem Geld abgebildet
- Sammler zahlen 61 Dollar für 25 Münzen, schnell ausverkauft
Donald Trump (80) hat es auf den Dollar geschafft – und schreibt damit US-Geschichte. Seit Mittwoch verkauft die US-Münzanstalt eine 1-Dollar-Münze mit dem Porträt des amtierenden Präsidenten. Trump ist damit der erste lebende US-Präsident seit 100 Jahren, der auf amerikanischem Geld abgebildet ist.
Die Sondermünze erscheint zum 250. Geburtstag der Vereinigten Staaten. Auf der Vorderseite ist Trumps Porträt zu sehen, daneben stehen die Worte «LIBERTY» (Freiheit) und «IN GOD WE TRUST» (Auf Gott vertrauen wir). Die statatliche Prägeanstalt US Mint spricht von einem einmaligen Jubiläumsdesign, das den «Geist, Stolz und das Vermächtnis» der USA verkörpern soll.
Die Trump-Münze ist aber kein reines Sammlerstück: Sie gilt als offizielles Zahlungsmittel und kann wie jeder andere Dollar zum Bezahlen verwendet werden. Sie besteht zu 88,5 Prozent aus Kupfer. Dazu kommen Zink, Mangan und Nickel.
Der Trick mit der Vorderseite
Bei Sammlern kommt die Trump-Münze sehr gut an. Eine Rolle mit 25 Stück kostet 61 Dollar, ein Sack mit 100 Münzen 154.50 Dollar. Bereits wenige Stunden nach Verkaufsstart waren beide Varianten im Onlineshop nicht mehr verfügbar. In Washington werden die Trump-Dollar zudem an Automaten im Laden der US Mint verkauft.
Politisch ist Trumps Auftritt auf dem Dollar brisant. US-Recht schränkt die Abbildung lebender Personen auf Geld stark ein. Zuletzt war 1926 der damalige Präsident Calvin Coolidge (1872–1933) auf einer Gedenkmünze zum 150. Geburtstag der USA erschienen.
Bald schon auf der 250-Dollar-Note
Die Trump-Regierung sieht bei der neuen Münze jedoch kein Problem. Sie beruft sich unter anderem auf ein Gesetz aus dem Jahr 2020. Dieses verbietet Porträts lebender Personen ausdrücklich auf der Rückseite bestimmter Münzen. Trumps Gesicht befindet sich aber auf der Vorderseite.
Und der Präsident könnte schon bald auf noch grösserem Geld erscheinen. Finanzminister Scott Bessent (64) kündigte im Mai Pläne für eine neue 250-Dollar-Note mit Trump-Porträt an. Bei Banknoten ist die Rechtslage allerdings schwieriger: Ein Bundesgesetz von 1866 verbietet dort Porträts lebender Personen. Trump-Verbündete im Kongress wollen deshalb eine Ausnahme schaffen. Bislang steckt der Vorstoss jedoch fest.