US-Präsident verspricht günstigeren Sprit – für Amerikaner
Trump verkündet «grössten Öl-Deal der Weltgeschichte»

Donald Trump verkündet den «grössten Öl-Deal der Weltgeschichte»: Die USA sollen Zugriff auf 65 Milliarden Barrel venezolanisches Öl erhalten, Benzin werde für Amerikaner viel günstiger. Der Markt reagiert gelassen – und das Öl steckt erst mal weiter im Boden.
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US-Präsident Donald Trump hat den «grössten Öl-Deal der Weltgeschichte» der USA mit Venezuela verkündet.
Foto: AFP

Darum gehts

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  • Trump verkündet «grössten Öl-Deal» mit Venezuela über 65 Milliarden Barrel Ölreserven
  • USA sichern sich Mehrheitskontrolle, Deal soll Steuerzahler «nichts» kosten
  • Venezuela besitzt 300 Milliarden Barrel, fördert aber nur 1,25 Mio. pro Tag
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Daniel KestenholzRedaktor Nachtdienst

US-Präsident Donald Trump (80) hat verkündet, die USA hätten mit Venezuela den «grössten Öl-Deal der Weltgeschichte» abgeschlossen.

Laut Trump sichern sich die USA durch das Abkommen gemeinsam mit privaten Unternehmen die «Mehrheitskontrolle über mehr als 65 Milliarden Barrel nachgewiesener venezolanischer Ölreserven». Der Deal koste den amerikanischen Steuerzahler «nichts», schreibt Trump auf Truth Social. Die USA würden damit ihre eigenen Ölreserven mehr als verdoppeln und die Benzinpreise für Amerikaner «substanziell» senken.

Die konkreten Bedingungen des Abkommens sind allerdings kaum bekannt. Auch ist unklar, welche Unternehmen beteiligt sind und wie genau die US-Mehrheitskontrolle über die venezolanischen Reserven ausgestaltet wird. Reuters bezeichnet die Einzelheiten des Deals als weitgehend offen.

Marode Ölindustrie

Venezuela besitzt mit rund 300 Milliarden Barrel die grössten nachgewiesenen Ölreserven der Welt. Gefördert wird davon derzeit allerdings nur ein Bruchteil: Die venezolanische Produktion liegt bei rund 1,25 Millionen Barrel pro Tag. Der marode Zustand der Ölindustrie und jahrelange Unterinvestitionen machen eine deutliche Produktionssteigerung schwierig.

Ölpreis gibt nach

Am Ölmarkt löste Trumps Ankündigung keinen spektakulären Preissturz aus. Brent lag zuletzt bei rund 89,66 Dollar pro Barrel, WTI bei 83,21 Dollar. Beide Sorten waren bereits auf Wochenbasis deutlich gefallen. Brent verlor rund 5,1 Prozent, WTI 4,5 Prozent.

Der Grund: Händler reagierten zuletzt vor allem auf Signale rund um den Iran-Konflikt und eine mögliche Entspannung der Lage an der Strasse von Hormus.

«Historische Transaktion»

Ob Trumps Venezuela-Deal tatsächlich zu deutlich tieferen Öl- und Benzinpreisen führt, dürfte deshalb weniger von der Zahl 65 Milliarden Barrel abhängen als davon, wie schnell Venezuela seine tatsächliche Förderung steigern kann.

Trump jedenfalls ist überzeugt: «Diese historische Transaktion» werde Amerikas Ölversorgung langfristig massiv stärken und «Benzinpreise für alle Amerikaner auf lange Sicht erheblich senken».

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