Billig-Tankstellen in den USA
Das sind die Köpfe hinter dem ominösen «Freedom Fuel»-Netzwerk

Ein Netzwerk von 25 Billig-Tankstellen sorgt in den USA für Aufsehen. US-Präsident Trump (80) lobt die Kette. Hinter «Freedom Fuel» stehen ein republikanischer NFL-Coach und ein Ex-Mitarbeiter einer Genfer Firma.
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25 «Freedom Fuel»-Tankstellen gibt es seit einigen Tagen in den US-Bundesstaaten Pennsylvania und New Jersey. Und das ganze Land rätselte: Wer verkauft hier Billigbenzin?
Foto: AP Photo/Matt Rourke

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • USA: 25 «Freedom Fuel»-Tankstellen sorgen mit Billigbenzin für Schlagzeilen
  • US-Medium identifiziert drei Männer, die hinter der mysteriösen Kette stehen
  • 3.47 Dollar pro Gallone (rund 75 Rappen pro Liter), Absatz verdoppelt
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Mischa StünziRedaktor Wirtschaft

Seit Tagen sorgt in den USA ein Netzwerk von 25 Tankstellen mit Billigbenzin für Schlagzeilen. Und das ganze Land rätselt: Wer steckt hinter der Tankstellen-Kette?

Billiges Benzin gefällt auch US-Präsident Donald Trump (80). Denn je teurer der Sprit, desto schwächer droht seine Partei bei den Zwischenwahlen im Herbst abzuschneiden.

Trump frohlockte öffentlich und rührte die Werbetrommel für die «Freedom Fuel»-Tankstellen-Kette. Dabei legte er sich so sehr ins Zeug, dass sich mancher fragte, ob nicht die Regierung oder gar Trump selbst hinter dem Discount-Benzin steckt. Das Weisse Haus dementierte vehement. Wer die tatsächlichen Eigentümer sind, blieb lange unklar. 

Ein «stolzer Trump-Anhänger»

Nun hat das Online-Magazin «Politico» eine heisse Spur, wer hinter dem Unternehmen steckt, das sich selbst als «privat und stolz patriotisch» bezeichnet.

Auf einem internen Gründungsdokument tauchen die Namen Randy Brown (58) und Yoni Gontownik auf. Brown ist Trainer beim American-Football-Team Baltimore Ravens. Dort trainiert er die sogenannten «Special Teams» – also jenen Teil der NFL-Mannschaft, der immer dann auf dem Feld steht, wenn der Ball gekickt werden soll.

Der Republikaner war zudem mehrere Jahre Bürgermeister der Gemeinde Evesham Township im Bundesstaat New Jersey. Er hat mehrfach mit dem Gedanken gespielt, für ein höheres Amt zu kandidieren, zum Beispiel für den Gouverneur oder den Kongress. Laut der Zeitung «New Jersey Globe» bezeichnete sich Brown in einem Facebook-Beitrag als «stolzen Trump-Anhänger».

Ex-Mitarbeiter von Genfer Firma

Gontownik ist ehemaliger Rohstoffhändler. Er hat früher für das Genfer Unternehmen Mercuria gearbeitet, einen der grössten Energiehändler der Welt. Zudem ist Gontownik wiederholt als pro-israelischer und republikanischer Unterstützer und Spender aufgefallen.

Als dritten Mann aus dem «Freedom Fuel»-Bunde hat «Politico» Shamikh Kazmi ausgemacht. Der Geschäftsmann betreibt im Bundesstaat New Jersey 17 Tankstellen – fünf davon sind Teil des Netzwerks.

Tankstellen haben Absatz verdoppelt

«Freedom Fuel»-Tankstellen verkaufen Benzin für 3.47 Dollar pro Gallone. Eine Gallone entspricht 3,785 Liter, macht also rund 74 Rappen pro Liter. Das liegt knapp 50 US-Cent unter dem landesweiten Durchschnittspreis – vor einem Jahr kostete die Gallone Sprit im Schnitt nur 3.14 Dollar.

Verschiedene US-Medien berichten allerdings, dass auch bei «Freedom Fuel» der Preis wenige Tage nach der Einführung bereits gestiegen sei. Von bis zu 3.57 Dollar ist die Rede.

Die präsidiale Werbung scheint sich trotzdem auszuzahlen: Die Kette teilt mit, die Nachfrage sei «explodiert». Einige Tankstellen hätten ihren Absatz innert Tagen verdoppelt.

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