Bahnhof Sursee wird umgebaut
Anfang Jahr noch Personal gesucht – jetzt bricht Baustelle Luzerner Beiz das Genick

Noch zu Beginn des Jahres suchte das Restaurant Wyhof in Sursee LU Verstärkung. Jetzt sind die Türen bereits geschlossen. Eine Baustelle treibt die Beiz in den Ruin. Sie ist dabei längstens nicht die einzige.
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Die Tage des Surseer Wyhofs sind gezählt.
Foto: Restaurant Wyhof

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Das Restaurant Wyhof in Sursee LU schliesst wegen Umsatzeinbrüchen durch Baustelle
  • Bauarbeiten am Bahnhof erschwerten Zugang, Umsatz fiel stärker als erwartet
  • Bauarbeiten verlängern sich um ein Vierteljahr bis Sommer 2026
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Robin WegmüllerRedaktor Wirtschaft

Die Tage der des Restaurants Wyhof in Sursee LU sind gezählt. Wirt Felix Blauert teilte Anfang Monat auf Instagram mit, dass die Beiz vis-à-vis des Bahnhofgebäudes ihre Tore schliessen muss, wie die «Surseer Woche» zuerst berichtete. Besonders kurios: Anfang Jahr suchte das Lokal, bekannt für seine moderne mediterrane Küche, noch nach personeller Verstärkung.

Der Instagram-Kanal des Lokals ist mittlerweile gelöscht, auf der Homepage finden ehemalige Gäste die Mitteilung allerdings noch. «Von Herzen Danke für eure Zeit, eure Treue und all die schönen Momente im Wyhof», schreibt Blauert. «Leider hat es nicht gereicht, den Wyhof durch diese herausfordernde Phase am Bahnhof zu tragen.»

Das konkrete Problem: die Bauarbeiten am Bahnhof Sursee. Die Baustelle wirkt sich stärker auf den Umsatz aus als erwartet, wie die Beiz-Eigentümer Thomas und Urs Fischer gegenüber der Zeitung erklären. Der Zugang zum Restaurant ist erschwert, das drückt auf die Frequenz. Die Nachricht, dass sich die Bauarbeiten um ein Vierteljahr bis zum Sommer verlängern, hat die letzten Hoffnungen zerstört. Wie es mit dem Wyhof weitergeht, steht noch in den Sternen.

Dass Wirte ihre Träume wegen umliegender Baustellen begraben müssen, ist leider kein neues Phänomen, wie folgende Beispiele zeigen.

Gasthaus zum Adler in Schaffhausen

Foto: Facebook/Instagram

Das Gasthaus zum Adler zählte zu den bekanntesten Restaurants in Schaffhausen. Über 250 Jahre wurden Stadtbewohner und Gäste von ausserhalb verköstigt. Ende Januar war aber Knall auf Fall Schluss. «Die langanhaltenden Einschränkungen durch die Baustelle haben unseren Alltag und die Erreichbarkeit stark beeinflusst», schrieben die Verantwortlichen. Seit vergangenem Sommer ist der Bereich rund ums Schwabentor eine Grossbaustelle – und wird noch bis 2028 eine bleiben. Der Restaurantbetrieb scheint sich nicht mehr zu lohnen.

Restaurant Verena in Olten SO

Foto: Instagram

Koch Dave Wälti (37) hatte im früheren «Zollhaus» brilliert. Im Oktober 2025 wurde er mit 15 GaultMillau-Punkten und seinem ersten Michelin-Stern ausgezeichnet. Eine Woche später dann die dicke Post: Er muss aufhören. Auch im Verena hat eine «langanhaltende Baustelle» noch im Jahr 2023 zu massiven Umsatzeinbussen geführt. Im Oktober hatte sich die wirtschaftliche Lage dann erneut verschlechtert.

Fast-Food-Ikone Silberkugel in Zürich

Foto: PD

Es war das vorübergehende Ende einer Gastro-Legende: Ende September 2025 wurden in der Silberkugel am Bleicherweg in Zürich die letzten Burger serviert. Die ovalen Theken, die Silber-Beefies mit Pommes und Cocktailsauce sowie die Kellnerinnen, die die Bestellung mit Kugelschreiber und Papierblöckli entgegennehmen, sind Geschichte. Der Silberkugel machte eine Baustelle direkt vor dem Haus zu schaffen. Spontane Gäste kamen so kaum mehr zu Besuch. 

Vor knapp einem Monat dann die gute Nachricht: Die Silberkugel am Bleicherweg öffnet im Oktober unter neuer Führung wieder. Der Zürcher Gastro-König Michel Péclard (57) hat den Standort übernommen.

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