Knatsch in Zermatt?
Aargauer Spitzenkoch springt bei Walliser Luxushotel ab

Paukenschlag in Zermatt VS: André Kneubühler, kulinarisches Aushängeschild des Luxusresorts The Omnia, verlässt den Betrieb nach nur zwei Jahren. Der GaultMillau-Preisträger verabschiedet sich Ende Saison. Sein Abgang sorgt für Diskussionen.
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André Kneubühler beim Wettkampf «Der Goldene Koch» im Jahr 2021.

Darum gehts

  • The Omnia in Zermatt VS trennt sich von Küchenchef André Kneubühler
  • Dieser geht per April 2026, wohin, sei noch offen
  • Kneubühler holte zuletzt 17 GaultMillau-Punkte
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Nathalie BennRedaktorin Wirtschaft

Das edle Fünf-Sterne-Haus The Omnia Mountain Lodge in Zermatt VS ist derzeit auf der Suche nach einem neuen Chef für die Gourmetküche. Aktuell hat der Aargauer Sternekoch André Kneubühler (28) dort das Sagen. Aber nur noch bis Ende Saison. Per April 2026 verlässt der Aargauer das Hotel, wie das Branchenmagazin GaultMillau berichtet. Die Trennung erfolgt nach nur zwei Jahren.

André Kneubühler ist hierzulande einer der Besten seines Fachs. GaultMillau zeichnete den Schützling von Gastro-Pionierin Tanja Grandits (56) zuletzt mit 17 Punkten aus – und kürte ihn zur «Entdeckung des Jahres». Besser kann es kaum laufen. 

Unterschiedliche Entwicklungsschritte

Hinzu kommen laut Magazin regelmässig ausgebuchte Tische, hohe Umsätze und begeisterte Feinschmecker. Warum also der plötzliche Bruch? Offiziell möchte Kneubühler «seine Handschrift noch konsequenter in einem stark spezialisierten Fine-Dining-Umfeld weiterentwickeln», heisst es in einer Mitteilung des Hotels. Der Betrieb und sein Spitzenkoch haben sich offenbar in unterschiedliche Richtungen entwickelt. GaultMillau vermutet derweil, dass mehr hinter dem Abgang steckt: In letzter Zeit hätte es Spannungen gegeben, heisst es.

Hotelchef Christian Eckert sagt dazu gegenüber Blick: «Es gab in den letzten Wochen keine aussergewöhnlichen Vorkommnisse oder Konflikte.» Kneubühler wolle seinen weiteren Weg gehen. Es sei in der Branche nicht ungewöhnlich, dass sich Profile und Perspektiven verändern und daraus ein Wechsel entsteht. 

Kneubühler selbst möchte sich nicht mehr zur Angelegenheit äussern. In der Mitteilung kommt der Aufsteiger aber zu Wort und sagt: «Die Zeit war für mich inspirierend und lehrreich. Ich bin stolz auf das, was wir gemeinsam alles erreicht haben.» Nun führe sein Weg in «ein stärker spezialisiertes Umfeld». Wo genau das sein wird, ist derzeit noch offen. 

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