Darum gehts
- Tennis-Stars kritisieren Roland Garros Einnahmenverteilung, planen Protest am Freitag
- Spieler fordern 22 Prozent Umsatzanteil statt bisher 15 Prozent
- Preisgeld 2026: Roland Garros 61,7 Mio Euro, Australian Open 68,6 Mio
Die Spannungen um das Preisgeld bei Roland Garros gehen in die nächste Runde. Tennis-Stars wie Jannik Sinner (24, ATP 1) und Aryna Sabalenka (28, WTA 1) kritisieren die Verteilung der Einnahmen und planen für Freitag einen Protest, der die Medien direkt betreffen wird. Am Mittwoch bestätigten mehrere Spieler, dass sie die offizielle Pressekonferenz auf 15 Minuten begrenzen wollen – als symbolische Anspielung auf die 15 Prozent des Umsatzes, die derzeit an die Athleten gehen.
Die französische Tennisorganisation zeigte sich enttäuscht über diese Entscheidung. «Wir bedauern das Vorgehen der Spieler», erklärte die Leitung des Turniers. «Es schadet allen Beteiligten des Wettbewerbs.» Ein Gespräch zwischen den Organisatoren und den Spielervertretern ist für Freitag angesetzt.
Die Forderungen der Profis sind klar: mehr Geld. Trotz einer Erhöhung des Preisgeldes um fast zehn Prozent auf insgesamt 61,7 Millionen Euro bleibt Roland Garros hinter anderen Grand-Slam-Turnieren zurück. Zum Vergleich: Die Australian Open boten 2026 eine Gesamtpreissumme von 68,6 Millionen Euro. Spieler wie Sabalenka und Sinner möchten, dass mindestens 22 Prozent der Einnahmen an die Athleten gehen. In einem offenen Brief im April hatten sie diesen Anspruch bereits formuliert.
Vergleich mit Unternehmen
Das Turnier in Paris generiert Einnahmen von geschätzten 400 Millionen Euro. Doch nur ein Bruchteil davon landet bei den Spielern. «Wenn ein Unternehmen so wenig an seine Mitarbeiter ausschütten würde, gäbe es einen Aufschrei», sagte Sabalenka und erhielt Unterstützung von Daniil Medwedew (30, ATP 7), der sich klar hinter die Protestbewegung stellte.
Während die Diskussionen weitergehen, kämpfen Spieler aus aller Welt um ihren Platz im Hauptfeld. Die Qualifikationsrunden laufen derzeit, und das Hauptturnier startet am Sonntag.
Dieser Artikel ist zuerst auf «sportnieuws.nl» erschienen. Die holländische Newsplattform gehört wie Blick zum Ringier-Verlag.