Darum gehts
- Top-Tennisstars kritisieren Roland Garros trotz 9,5 Prozent Preisgelderhöhung 2026
- Spieler fordern 22 Prozent der Einnahmen und Mitspracherecht bei Entscheidungen
- US Open erhöhte Preisgelder um 20 Prozent, Australian Open um 16 Prozent
Mitte April verkündeten die Organisatoren der French Open ein Preisgeld-Update für 2026. 9,5 Prozent mehr werde bei der kommenden Ausgabe ausgeschüttet. Ein positives Signal? Nicht für die Spieler und Spielerinnen.
In einem Brief beklagen diverse Top-Stars wie Jannik Sinner, Carlos Alcaraz oder Aryna Sabalenka, dass die Einnahmen des Turnieres im letzten Jahr um etwa 14 Prozent gestiegen sind und der neue Betrag ihrer Meinung nach deshalb nicht gerecht ist. So falle der Anteil, den die Spieler vom Gesamtumsatz bekommen, laut Prognose von 15,5 Prozent im Jahr 2024 auf rund 14,9 Prozent in diesem Jahr.
Sieger: 2,8 Mio. Euro (2,56 Mio. Franken)
Final: 1,5 Mio. Euro (1,37 Mio. Franken)
Halbfinal: 750'000 Euro (687'000 Franken)
Viertelfinal: 470'000 Euro (430'600 Franken)
Achtelfinal: 285'000 Euro (261'000 Franken)
3. Runde: 187'000 Euro (171'330 Franken)
2. Runde: 130'000 Euro (119'000 Franken)
1. Runde: 87'000 Euro (79'700 Franken)
Sieger: 2,8 Mio. Euro (2,56 Mio. Franken)
Final: 1,5 Mio. Euro (1,37 Mio. Franken)
Halbfinal: 750'000 Euro (687'000 Franken)
Viertelfinal: 470'000 Euro (430'600 Franken)
Achtelfinal: 285'000 Euro (261'000 Franken)
3. Runde: 187'000 Euro (171'330 Franken)
2. Runde: 130'000 Euro (119'000 Franken)
1. Runde: 87'000 Euro (79'700 Franken)
Die Athleten fordern aber mindestens 22 Prozent der Gesamteinnahmen des Turniers als Preisgeld. Damit wollen sie auf das Niveau der ATP- und WTA-Turniere kommen. Ausserdem verlangen sie die Einrichtung eines Wohlfahrtsfonds für Verletzungsversicherungen und Renten sowie formelle Mitspracherechte bei künftigen Entscheidungen. «Die Spieler sind frustriert», sagte eine Quelle nahe der Gruppe Project RedEye dem Tennisportal Tennis Majors.
French Open beruft sich auf rechtliche Hindernisse
Roland Garros steht besonders im Fokus, da andere Grand Slams wie die US Open (20 Prozent Erhöhung) und die Australian Open (16 Prozent) zuletzt auf die Kritik reagierten. Doch in Paris blieb es bei einer Pressemitteilung – ein Affront, der die Spieler besonders verärgerte. Die Grand-Slam-Veranstalter verweisen auf rechtliche Hindernisse, die kollektive Verhandlungen über Preisgelder verbieten, und bieten stattdessen eine Zusammenarbeit in anderen Bereichen an.
«Es gibt immer neue Ausreden, warum nichts vorangeht», so ein Insider. Beim Masters in Rom könnten die nächsten Schritte der Spieler verkündet werden. Auch bei den diesjährigen French Open sind Gespräche geplant, obwohl unklar ist, ob die Turnierverantwortlichen teilnehmen.
Dieser Artikel ist zuerst auf «abola.pt» erschienen. Die portugiesische Newsplattform gehört wie Blick zum Ringier-Verlag.