Ausgelassener Jubel bei Teichmann nach Achtelfinal-Einzug
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Bielerin schafft den Coup:Ausgelassener Jubel bei Teichmann nach Achtelfinal-Einzug

Im Vorjahr zog sie Notbremse
Teichmann beeindruckt mit fabelhafter Comebackstory

Im letzten Herbst brauchte Jil Teichmann Abstand vom Tennis, machte für ihre Gesundheit eine monatelange Pause. Jetzt meldet sie sich an den French Open auf der grossen Bühne zurück.
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Jil Teichmann jubelt vor ihrer eigenen, kleinen Fankurve in Paris.
Foto: Claude Diderich/freshfocus

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Jil Teichmann schreibt ein spezielles Comebackmärchen
  • Schweizerin musste sich im Vorjahr vom Tennis zurückziehen
  • Jetzt steht sie in Paris im Achtelfinal – mit einer lautstarken Entourage
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Marco PescioReporter Sport

Wer hat die lautesten Unterstützer an den French Open, der nicht den französischen Pass besitzt? Vermutlich ist es bei den Männern Stan Wawrinka (41). Bei den Frauen aber dürfte Jil Teichmann (28) ganz weit vorne dabei sein. Von Runde eins an wird die Schweizerin von einer Gruppe rund um ihren Bruder Raul frenetisch gefeiert. Wenn Teichmann spielt, hallt immer wieder ein «Let’s go, Jilly, let’s go!» über die Anlage. Und die Linkshänderin lässt sich tragen von diesem ausserordentlichen Support. Bis in den Achtelfinal!

Das ist angesichts ihrer jüngsten Vergangenheit eine besonders schöne Geschichte – die so nicht erwartet wurde. Zwar qualifizierte sich Teichmann 2022 schon einmal für die vierte Runde von Paris. Doch damals stand sie in der Blüte ihrer Karriere, kletterte wenig später auf Weltranglistenposition 22. Aktuell aber befindet sich die Bielerin, die ihre Basis in Barcelona hat, noch in einer Art Findungsphase. Im Ranking steht sie auf Platz 170. Erst im April hat sie ihr Comeback auf der Tour gegeben.

«Irgendwann explodierst du»

Denn im vergangenen Herbst hatte Teichmann die Karriere-Notbremse gezogen. «Zu viel hatte sich angestaut, zu viel war passiert», erklärte sie später gegenüber Blick. Was sie meinte: Sie musste ihrer mentalen Gesundheit wegen Abstand gewinnen vom Tennis-Hamsterrad, in dem sie sich seit dem Alter von 14 Jahren drehte. Sie habe erst einmal ihre sportliche Laufbahn «verdauen» müssen: «In so vielen äusserst intensiven Saisons, mit ständigem Leistungsdruck und der extremen Reiserei, prasselt so viel auf dich ein. Du kannst deine Karriere schon durchpushen – doch irgendwann explodierst du.»

Also zog sich Teichmann komplett zurück und genoss einfach das Leben. Surfen, Skifahren, Fussballgucken bei den Boca Juniors im argentinischen Buenos Aires. Die gute Freundin von Belinda Bencic (29) und Viktorija Golubic (32), mit der sie eine Unterkunft in Paris teilt, gönnte ihrem Geist Ruhe und tankte dadurch neue Kraft und Motivation.

Was jetzt kommt, ist Bonus

Jetzt ist sie frisch und voller Tatendrang zurück auf der Grand-Slam-Bühne. Gestartet mit geschütztem Ranking, schafft sie in Runde drei einen echten Coup gegen die Top-10-Spielerin und frühere French-Open-Finalistin Karolina Muchova (29). Sie gewinnt mit 6:1, 7:5, nach einer Mega-Aufholjagd im zweiten Satz nach 1:5-Rückstand.

Ihre nächste Widersacherin ist am Sonntag die Russin Mirra Andreeva (19), die Weltnummer 8. Für Teichmann – und ihre lautstarke Entourage («Ich habe einen unglaublichen Fanclub!») – ist der Paris-Abstecher aber schon jetzt ein grosser Erfolg. Ihr bestes Grand-Slam-Abschneiden hat sie mit ihrem tollen Lauf bereits egalisiert.

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