Darum gehts
- Drei Wochen nach ihrem Olympia-Sturz trainiert Lindsey Vonn wieder
- Obwohl sie noch im Rollstuhl sitzt, schuftet sie im Kraftraum
- Bei ihrem Sturz hat sich Vonn einen komplizierten Beinbruch zugezogen
Lindsey Vonn (41) ist eine Kämpferin. Das beweist die US-Amerikanerin einmal mehr. Dreieinhalb Wochen ist ihr heftiger Sturz in der Olympia-Abfahrt her, nach wie vor ist sie auf den Rollstuhl angewiesen. Doch das hält Vonn nicht davon ab, schon wieder im Kraftraum zu schuften.
Auf Instagram veröffentlicht die Speed-Queen ein Video, das sie beim Training zeigt. Nicht nur ihr verletztes Bein wird behandelt, sie trainiert auch Bauchmuskeln und Schultern. «Es sind definitiv harte Zeiten, aber ich bin immer noch dankbar», schreibt Vonn dazu. «Ich arbeite hart. Das einzige Ziel ist es, gesund zu werden. Ein Tag nach dem anderen.»
Am Ende des Videos steht Vonn gar ganz vorsichtig vom dem Rollstuhl auf. Sie hält sich dabei fest, atmet tief durch. In ihrem Gesicht sieht man, dass dieser Moment ihr viel bedeutet und sie emotional werden lässt.
Knapp der Amputation entgangen
In den vergangenen Wochen musste Vonn viel durchmachen. Am 8. Februar hat sie sich mit einem grossen Ziel aus dem Starthäuschen katapultiert: Olympia-Gold in der Abfahrt – trotz gerissenem Kreuzband. Nach 13 Sekunden platzt der Traum. Vonn hängt an einem Tor an und stürzt fürchterlich. Dabei verletzt sie sich schwer, zieht sich einen komplizierten Bruch des Unterschenkels zu.
Kurz darauf offenbart sie, dass sie das Bein beinahe verloren hätte. Aufgrund der Verletzung staut sich das Blut, kann nicht mehr abfliessen. Die Ärzte müssen das Bein auf beiden Seiten aufschneiden, um die Amputation zu verhindern.
Nicht nur ihre Verletzung muss Vonn verarbeiten. Während sie in Italien im Spital liegt, stirbt ihr Hund Leo. Diese Realität holt sie ein, als sie nach Hause kommt und er sie nicht wie üblich begrüsst. Es sei eine harte Realität, der sie sich stellen musste, schreibt Vonn auf Instagram. Und fügt an: «Zusammen mit vielen anderen harten Realitäten, die vor mir liegen, während ich meinen Weg weitergehe.» Mit der Aufnahme des Krafttrainings hat sie nun einen weiteren grossen Schritt gemacht.