Die Bilder, wie Lindsey Vonn nach 13 Sekunden bei der Olympia-Abfahrt stürzte, gingen um die Welt. Nach mehreren Operationen in Italien ist die US-Amerikanerin mittlerweile wieder in die Heimat zurückgereist. Auch von dort hielt sie ihre Fans mit regelmässigen Instagram-Posts auf dem Laufenden. Am Montag nun klärt der Ski-Star ihre Follower über die Schwere ihrer Beinverletzung auf – und gibt dabei ein schockierendes Detail preis.
Nachdem die 41-Jährige die genaue Diagnose erklärt, beginnt sie darüber zu sprechen, wie viel Glück sie hatte. «Weil so viel Blut in das verletzte Bein gelangte und nicht wieder abfliessen konnte, zerdrückte es die Nerven und das Gewebe im betroffenen Bereich», schildert Vonn. Die Rede ist vom sogenannten Kompartmentsyndrom. Darum habe ihr Arzt Tom Hackett das Bein auf beiden Seiten aufschneiden müssen, damit das Blut wieder abfliessen konnte, erklärt sie weiter. «Er hat mein Bein gerettet – er hat es vor der Amputation gerettet», fasst es der Ski-Star zusammen.
Es sei die extremste und schmerzhafteste Phase ihres Lebens gewesen, sagt eine sichtlich mitgenommene Vonn. Nach zwei Wochen konnte sie das Spital nun endlich verlassen, hält sich derzeit aber in einem Hotel auf. Trotz der schwierigen Situation sieht Vonn das Positive und hält am Mantra «alles geschieht aus einem Grund» fest.
Derzeit ist Vonn auf Rollstuhl angewiesen
«Hätte ich nicht kurz vor Olympia mein Kreuzband gerissen, wäre Tom (ihr Arzt) nicht vor Ort gewesen. Und dann hätte er mir nicht das Leben retten können, da bin ich sehr dankbar dafür», sagt Vonn. Es war ihr persönlicher Arzt, der am vergangenen Mittwoch das zertrümmerte linke Bein in einer sechsstündigen Operation wieder zusammenflickte.
«Ich habe mir auch noch den Knöchel gebrochen, darum werde ich in den nächsten Wochen auf den Rollstuhl angewiesen sein. Hoffentlich kann ich bald auf Krücken wechseln», blickt die Olympiasiegerin bereits wieder voraus. Ob sie je in den Weltcup zurückkehren wird, ist derzeit weiter absolut fraglich. Aufgeben ist für Vonn dennoch keine Option. «Immer kämpfen, ich bereue nichts.»
