Swiss-Ski-Aufgebot für Courchevel
Am Samstag und Sonntag stehen in Courchevel (Fr) nach der Abfahrt vom Freitag zwei Super-G-Rennen auf dem Programm. Das Schweizer Männer-Team wird mit acht Athleten vertreten sein. Neben dem Führenden der Super-G-Wertung Marco Odermatt (28) und dem Olympiasieger Franjo von Allmen (24) stehen Alexis Monney (26), Stefan Rogentin (31), Justin Murisier (34), Alessio Miggiano (23), Lars Rösti (28) und Arnaud Boisset (27) im Swiss-Ski-Aufgebot. Nicht mehr dabei sein wird Niels Hintermann (30), der seine Karriere nach dem Verzicht auf die Abfahrt am Freitag per sofort beendet hat.
Marco Odermatt geht mit einem Vorsprung von 158 Punkten auf den Österreicher Vincent Kriechmayr (34) in die letzten drei Weltcuprennen im Super-G.
Für Ploier ist die Saison zu Ende
Andreas Ploier (28) muss die laufende Weltcup-Saison wenige Rennen vor Schluss vorzeitig beenden. Der Österreicher stürzt am Donnerstag in Courchevel schwer – und dies am trainingsfreien Tag beim freien Skifahren.
Der Speed-Spezialist musste in Frankreich mit dem Rettungsschlitten abtransportiert werden. Anschliessende Untersuchungen ergaben, dass sich Ploier sowohl das Syndemoseband im Sprunggelenk als auch das Innenband im rechten Knie gerissen hat. Wie der Österreichische Skiverband ÖSV am Freitagmorgen bekanntgibt, wird der 28-Jährige am Samstag in einer Spezialklinik in Innsbruck operiert, um die beiden Verletzungen in einem kombinierten Eingriff zu stabilisieren.
Die Saison war für Ploier etwas ein Auf und Ab. In diesem Winter stand er in insgesamt zwölf Weltcup-Rennen am Start und fuhr viermal in die Punkte. Bei der Abfahrt in Gröden (It) feierte Ploier vergangenen Dezember mit dem elften Rang sein bestes Karriere-Ergebnis. Nun zwingt ihn die schwere Knie- und Knöchelverletzung zu einer monatelangen Pause und Rehabilitation über den Sommer.
Zehn Schweizer bestreiten Courchevel-Abfahrt
Elf Schweizer Ski-Männer sind für das Speed-Wochenende ins französische Courchevel gereist – zehn von ihren dürfen die Abfahrt vom Freitag (11 Uhr) bestreiten. Einziger Überzähliger ist Gaël Zulauf, der somit vorerst auf seinen sechsten Weltcup-Einsatz warten muss. Angeführt wird die Swiss-Ski-Delegation einmal mehr von Marco Odermatt, 2023 in Courchevel Abfahrtsweltmeister, und Olympiasieger Franjo von Allmen – die beiden liefern sich ein schweiz-internes Duell um die kleine Kugel in der Abfahrt, wobei Odermatt bei noch zwei verbleibenden Rennen 175 Punkte Vorsprung ab.
Courchevel ändert Programm
Eigentlich hätte am Freitag in Courchevel der abgesagte Garmisch-Super-G nachgeholt werden sollen, nun wird dies am Samstag (11 Uhr) der Fall sein. Die FIS teilt am Mittwochnachmittag mit, dass die Abfahrt auf den Freitag (11 Uhr) vorgezogen wird, um «die Chancen auf erfolgreich durchführbare Rennen zu maximieren». Am Sonntag steht ein weiterer Super-G (10.45 Uhr) auf dem Programm.
Aufgebot für das Are-Wochenende
Swiss-Ski hat das Aufgebot für das letzte Rennwochenende vor dem Weltcupfinal bekanntgegeben. Für den Riesenslalom (Samstag) respektive den Slalom (Sonntag) in Are (Sd) sind neben den beiden Teamleaderinnen Camille Rast und Wendy Holdener unter anderem auch zwei Athletinnen vorgesehen, die an der aktuell stattfindenden Junioren-Weltmeisterschaft im Einsatz stehen: Sue Piller und Dania Allenbach. Während die beiden nun am Samstag im Weltcup starten, fahren die Juniorinnen an der WM im Slalom um die Medaillen. Insgesamt werden 14 Schweizerinnen die Rennen bestreiten.
Riesenslalom: Camille Rast, Wendy Holdener, Vanessa Kasper, Sue Piller, Dania Allenbach, Selina Egloff, Stefanie Grob, Simone Wild, Janine Mächler.
Slalom: Camille Rast, Wendy Holdener, Mélanie Meillard, Eliane Christen, Aline Höpli, Nicole Good, Aline Danioth, Janine Mächler, Selina Egloff, Sue Piller.
Speed-Ass hört nach 100 Rennen auf
«Es ist Zeit, ein neues Kapitel zu schreiben und dem Skisport ‹Auf Wiedersehen› zu sagen» – mit diesen Worten verkündet Christina Ager (30) auf Social Media ihren Rücktritt. Nach 13 Jahren im Ski-Weltcup und 100 Rennen beendet die Österreicherin ihre Karriere. «Ich kann mit Stolz auf eine unglaublich spannende und prägende Zeit zurückblicken.»
Bei ihrem Weltcup-Debüt überraschte Ager 2013 alle – im Levi-Slalom fuhr sie mit Startnummer 53 auf Platz 4. Zwei Jahre später wandte sie sich von den technischen Disziplinen ab und wurde zur Speedspezialistin. Dass Ager in ihrer Karriere nicht mehr Weltcuprennen bestritten hat, liegt daran, dass sie sich einst innert eines Jahres zweimal das Kreuzband riss. Den grössten Erfolg feierte Ager Anfang 2024, als sie in der Cortina-Abfahrt als Dritte ihren einzigen Podestplatz herausfuhr.
Wie es bei ihr weitergeht, lässt sie offen. Ager schreibt lediglich: «Jetzt freue ich mich auf alles, was kommt – und bin gespannt, welche neuen Herausforderungen und Aufgaben auf mich warten.»
Odermatt führt Speed-Aufgebot von Courchevel an
Am nächsten Wochenende finden in Courchevel (Fra) die letzten Speed-Rennen der Männer vor dem Weltcup-Finale im norwegischen Lillehammer statt – zwischen Freitag und Sonntag stehen zwei Super-Gs und eine Abfahrt auf dem Programm. Aus dem Schweizer Team in den WM-Ort von 2023 reisen werden elf Athleten: Marco Odermatt, aktuell Weltcup-Leader in beiden Speed-Diszplinen, Franjo von Allmen, Alexis Monney, Stefan Rogentin, Niels Hintermann, Lars Rösti, Alessio Miggiano, Justin Murisier, Arnaud Boisset, Livio Hiltbrand und Gaël Zulauf.
Nicht mit dabei ist dagegen Loïc Meillard, der im Super-G-Ranking nur knapp ausserhalb der für das Weltcup-Finale qualifizierten Top 25 klassiert ist – weil der Slalom-Olympiasieger mehr als 500 Punkte im Gesamtweltcup gesammelt hat, darf er am letzten Super-G-Rennen der Saison aber ohnehin mittun.
Welche Fahrer schliesslich auch an den Start gehen werden, kommuniziert Swiss-Ski jeweils kurz vor den einzelnen Rennen.
Frauen erleben 2026 eine Weltcup-Premiere
Gosau in Oberösterreich wird erstmals Austragungsort eines alpinen Skiweltcups: Am 28. und 29. Dezember tragen die Frauen am Hornspitz einen Riesenslalom und Slalom aus. Damit kehrt der Weltcup nach über sechs Jahren Absenz in die Region Oberösterreich zurück – zuletzt waren 2020 die Männer in Hinterstoder gefahren, die Frauen sogar zuletzt 1992. Gosau ersetzt im Weltcupkalender der Frauen Lienz, das die zwei Technikrennen zuletzt abwechselnd mit dem Semmering durchgeführt hat.
Hiobsbotschaft für Zegg nach Val-di-Fassa-Abfahrt
Leonie Zegg hat sich heute bei der Landung eines Sprungs in der Abfahrt von Val di Fassa das linke Knie verletzt. Die Vorarlbergerin wurde zur genauen Abklärung nach Imst in die Klinik Medalp gebracht. Eine MRT-Untersuchung ergab einen Kreuzband- und Innenmeniskusriss. Die 21-Jährige wird heute noch operiert.
Théaux gibt Rücktritt bekannt
Adrien Théaux beendet nach 22 Jahren im Weltcup seine aktive Ski-Karriere. Wie der Franzose auf Instagram schreibt, zieht er nach den Rennen in Courchevel (Fr) am kommenden Wochenende einen Schlussstrich unter seine Laufbahn.
«Es wird ein grossartiger, intensiver und festlicher Moment voller Emotionen sein. Man kann nicht sein ganzes Leben in dieser wunderbaren Welt des Skisports verbringen und dann ohne einen Kloss im Hals ein neues Kapitel aufschlagen. Bis bald!», so Théaux.
Der 41-Jährige gewann in seiner Karriere drei Weltcup-Rennen, dazu kommen zehn weitere Podestplätze. Seinen grössten Erfolg feierte Théaux 2015 in Beaver Creek, als er WM-Bronze im Super-G gewann.