Nächster Rückschlag für Manuel Feller
Bitterer Dämpfer für den österreichischen Ski-Star Manuel Feller auf dem Weg zurück in den Weltcup: Der Tiroler hat vor rund 2 Monaten erneut einen Bandscheibenvorfall erlitten. Eine weitere Operation blieb ihm zwar erspart, ganz schmerzfrei ist der 33-Jährige aber noch nicht, wie er auf Instagram mitteilt.
Sein Comeback-Plan verzögert sich deshalb um mindestens einen Monat, das geplante Übersee-Training fällt deshalb aus. Feller setzt seine Reha stattdessen in Österreich fort.
Rückenprobleme sind für das Slalom-Ass keine neue Baustelle: bereits 2014 und 2019 setzte ihn jeweils ein Bandscheibenvorfall länger ausser Gefecht. In der vergangenen Saison kamen zudem ein Leistenbruch und eine Schambeinentzündung hinzu.
Feller selbst gibt sich dennoch kämpferisch. Er sei «auf einem sehr guten Weg», erklärte der Tiroler. Er wolle «noch das eine oder andere Jahr dem Sport erhalten bleiben», allerdings nur, wenn ihm das Skifahren weiterhin Spass mache.
FIS lässt Russen und Belarussen unter Bedingungen starten
In der kommenden Saison dürfen russische und belarussische Athletinnen und Athleten wieder an FIS-Wettbewerben in Einzel-Konkurrenzen teilnehmen – allerdings nur unter einer Bedingung. Wie der FIS-Rat nach einer Sitzung in Thun entschieden hat, müssen die Sportlerinnen und Sportler eine Neutralitätserklärung unterschreiben. Dieser liegen diverse Grundsätze des internationalen Skiverbandes zugrunde.
Man werde die Einhaltung dieser Grundsätze «fortlaufend überwachen», heisst es von Seiten der FIS. Zudem gelten die Anti-Doping-Bestimmungen. Nationalflaggen, -hymnen und -uniformen sind weiterhin verboten, bei Teamwettbewerben dürfen die Länder, die seit 2022 wegen des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine ausgeschlossen sind, weiterhin nicht antreten.
Lara Colturi erhält Preis des albanischen Skiverbands
Sie ist die erste albanische Podestfahrerin im Weltcup, nun wird Lara Colturi für ihre Leistungen ausgezeichnet: An einem Event des albanischen Skiverbands wird die 19-Jährige in Tirana zur «Athletin des Jahres» gekürt. Verbandspräsident Elvis Toci bezeichnet sie dabei als «Inspiration für junge Menschen». Colturi ist in der abgelaufenen Saison auf höchster Stufe viermal auf das Slalom-Podest gefahren.
Einberufen worden ist der Event, um «den bemerkenswerten Wachstum des Skifahrens in Albanien zu feiern», wie der nationale Verband in einer Miteilung schreibt. Dieser ist bislang allerdings noch eng mit Colturi verbunden: Sie ist die einzige albanische Fahrerin mit regelmässigen Weltcup-Einsätzen. An den Olympischen Spielen in Norditalien führte sie aber immerhin ein vierköpfiges Team aus dem Balkanstaat an.
Knorpelschaden während OP bei Ski-Talent entdeckt
«So hatte ich mir meinen Sommer nach zwei Monaten intensivem und erfolgreichem Konditionsaufbau nicht vorgestellt», schreibt Zoé Mannhart am Freitag auf Instagram. Die 19-jährige Speedfahrerin vom Skiklub Flumserberg musste sich am Mittwoch einer Operation unterziehen, da bei ihr ein Labrumriss, zwei Zysten rund um das Hüftgelenk sowie ein Impingement (schmerzhaftes Einklemmen von Weichteilen wie Sehnen oder Schleimbeuteln in einem Gelenkspalt) festgestellt wurden.
«Ich hatte bereits seit längerer Zeit immer wieder Schmerzen in der linken Hüfte. In den letzten drei Monaten wurden diese jedoch so stark wie noch nie, weshalb ich mich entschieden habe, die Ursache ärztlich abklären zu lassen», schreibt Mannhart, die im Europacup bisher fünfmal in die Top 30 und bei den Schweizer Meisterschaften 2025 Vierte in der Abfahrt wurde. Während der OP entdeckten die Ärzte dann auch noch einen Knorpelschaden. «Jetzt heisst es, geduldig zu sein und alles dafür zu geben, eine möglichst gute Rehabilitation zu absolvieren», so Mannhart.
Ski-Talent greift im Winter mit neuem Material an
Ihren ersten Weltcupsieg strebt Lara Colturi ab der kommenden Saison mit einem neuen Ski-Ausrüster an. Die in Italien geborene und für Albanien startende 19-Jährige setzt fortan auf Head, zuvor vertraute sie auf das Material von Blizzard. Colturi gelang schon sieben Mal der Sprung aufs Podest – zweimal im Riesenslalom und fünfmal im Slalom.
Flaggen-Panne am Hahnenkamm
Um lumpige sieben Hundertstel schnappte Giovanni Franzoni (25) im Januar Marco Odermatt den Abfahrts-Sieg auf der Streif weg. Nun wird der Italiener wie so üblich mit einer eigenen Gondel an der Hahnenkamm-Bahn geehrt. Dabei unterläuft den Verantwortlichen in Kitzbühel aber eine peinliche Panne: Statt vertikal sind die Farben der italienischen Flagge horizontal angeordnet. Franzoni nimmts locker und hängt fürs Erinnerungsfoto eine korrekte Italien-Fahne drüber.
Val di Fassa springt ein
Seit Mai steht fest: Das Frauen-Speedrennen in St. Anton findet nächste Saison nicht statt. Nun ist klar, dass der Ski-Zirkus auf Italien ausweicht. Am 9. und 10. Januar gehen die Speedspezialistinnen in Val di Fassa an den Start.
So finden nächste Saison drei Weltcup-Veranstaltungen der Frauen in Italien statt. Nach Val di Fassa geht es eine Woche später in Cortina d'Ampezzo und Kronplatz im Südtirol weiter.
Ski-Star Robinson wechselt zu Head
Geht man nach Weltcup-Siegen, hat Alice Robinson (24) ihren erfolgreichsten Winter hinter sich. Gleich drei Mal stand die Neuseeländerin zuoberst auf dem Podest – inklusive erstem Sieg im Super-G in St. Moritz. Dennoch wagt sie nach vier Jahren bei Salomon den Schritt zu einem neuen Ausrüster.
Ab kommender Saison geht Robinson nämlich mit Head-Ski an den Start. Nach Henrik Kristoffersen (31) und Christof Innerhofer (41) ist es bereits die dritte prominente Neuverpflichtung des US-amerikanisch-österreichischen Ski-Herstellers in diesem Jahr.
«Ich freue mich riesig, dieses neue Kapitel gemeinsam anzugehen. Head blickt auf eine lange und erfolgreiche Geschichte im Skirennsport zurück und steht seit jeher für Erfolge auf allerhöchstem Niveau. Ich bin dankbar für diese Chance, gespannt auf die Zukunft und hochmotiviert, mit diesem grossartigen Team zusammenzuarbeiten», wird die Neuseeländerin zitiert.
Bei Head wird Robinson Markenkollegin von zahlreichen Schweizer Athletinnen und Athleten, unter anderem Lara Gut-Behrami, Camille Rast, Wendy Holdener, Corinne Suter und Franjo von Allmen.
Umstrittener Eliasch hat nur noch einen Gegner
Da waren es nur noch zwei: Die Britin Victoria Gosling zieht ihre Kandidatur für das FIS-Präsidenten-Amt zurück. Bleiben also nur noch der Liechtensteiner Alexander Ospelt und der bisherige Amtsinhaber Johan Eliasch übrig.
Am kommenden Donnerstag findet die mit Spannung erwartete Wahl im serbischen Belgrad statt.
Eliasch weht ein eisiger Wind entgegen. Die grossen Ski-Nationen wollen die Ablösung des schwedisch-britischen Milliardärs.
Meissnitzer von FIS-Kongress ausgeladen
Erst letztes Jahr wurde Alexandra Meissnitzer von FIS-Boss Johan Eliasch als Verantwortliche für Spezialprojekte ins «President's Office» des Ski-Weltverbands geholt. Nun ist die österreichische Ex-Weltmeisterin bereits Persona non grata: Meissnitzer ist vom FIS-Kongress Ende Woche in Belgrad ausgeladen worden. Die 52-Jährige bestätigt entsprechende Medienberichte: «Ich wurde seitens der FIS gebeten, nicht am FIS-Kongress teilzunehmen, und es wurde mir ein Schreiben übermittelt, das derzeit näher geprüft wird. Von weiteren Stellungnahmen möchte ich derzeit Abstand nehmen.»
Grund für die Ausladung ist ein Interview in den Salzburger Nachrichten. Dort kritisierte Meissnitzer den Zustand der FIS unter Präsident Eliasch: «Seit geraumer Zeit erleben wir nur Differenzen und öffentliche Auseinandersetzungen, das ist für mich schwer nachvollziehbar. Wenn nur noch Konfrontation herrscht und der Dialog verloren geht, dann schaut es nicht gut aus. Dann droht wirklich die Spaltung.»
Die mögliche Wiederwahl des streitbaren Präsidenten hält seit Wochen die Ski-Welt in Atem. Die grossen Verbände haben schon mit dem Rückzug der Traditionsrennen aus dem Weltcup gedroht, sollte Eliasch in seinem Amt bestätigt werden.