Ilka Stuhec tritt zurück
Ilka Stuhec (35) beendet kommendes Wochenende ihre Karriere. Die Slowenin bestreitet noch die Speed-Rennen in Kvitfjell und stellt ihre Skier anschliessend in den Keller. «Ich kann bestätigen, dass das Weltcupfinale in Norwegen die letzte Station meiner Ski-Karriere sein wird», erklärt sie am Samstag gegenüber slowenischen Medien.
Trotz des Abschieds aus dem Ski-Sport will Stuhec in Norwegen auf einen besonderen Abschiedsauftritt verzichten und angreifen. «Ich möchte in den letzten beiden Rennen so abschneiden wie immer – maximal vorbereitet und wettbewerbsfähig, um die schnellste Zeit zu erzielen. Nach dem kommenden Sonntag wird für alles andere noch genügend Zeit sein», erklärt die Speed-Spezialistin.
In ihrer Karriere konnte Stuhec insgesamt elf Weltcup-Rennen gewinnen. In ihrer besten Saison 2026/17 holte sie sowohl die Abfahrtskugel als auch die Disziplinenwertung in der Kombination und belegte im Gesamtweltcup sowie in der Super-G-Wertung den zweiten Rang. 2017 kürte sich die 35-Jährige zudem in St. Moritz zur Abfahrtsweltmeisterin. Den Titel konnte sie zwei Jahre später in Are erfolgreich verteidigen. In diesem Winter erzielte sie im Dezember bei der Abfahrt in Val d'Isère ihr bestes Saisonresultat. Als Vierte verpasste sie das Podest damals knapp.
Französin gibt nach Riesenslalom Karriereende bekannt
Bei den Männern haben im französischen Team bereits Adrien Théaux und Alexis Pinturault ihren Rücktritt vom Ski-Sport verkündet. Nun gibt es auch bei den Französinnen einen Abschied zu vermelden. So war der Riesenslalom in Are am Samstag das letzte Weltcup-Rennen für Clara Direz (30), die sich nach dem zweiten Durchgang in Schweden vor dem Publikum ein letztes Mal im Zielraum verbeugte.
Das Rennen beendet die Französin zwar mit Rang 25 noch in den Punkten. In der Wertung verpasst die beste Riesenslalom-Fahrerin der Französinnen aber die Top 25 und somit das Weltcupfinale in Lillehammer (No) als 26. nur knapp.«Ich beende meine Karriere hier, unter den wunderschönen goldenen Lichtern, einem Herzen voller Emotionen und tränenvollen Augen», schreibt Direz später auf Instagram.
In diesem Winter fuhr Direz mit Platz fünf in Tremblant (Kd) das zweitbeste Riesenslalom-Ergebnis ihrer Karriere ein, 2023 resultierte am selben Ort zuvor ein vierter Rang als bestes Resultat. Ihr einziges Weltcuprennen gewann sie 2020 im Parallel-Riesen von Sestriere. Mit 30 Jahren zieht sie nun einen Schlusstrich unter ihre Ski-Karriere.
Simon Maurberger zieht Schlussstrich unter Ski-Karriere
«Die Zeit ist gekommen, um ein Kapitel, das mein ganzes Leben geprägt hat, zu schliessen» – mit diesen Worten verkündet der italienische Technik-Spezialist Simon Maurberger am Freitagabend auf Instagram seinen Rücktritt vom Ski-Sport. Dieser hat sich abgezeichnet: Ein zählbares Weltcup-Resultat schaute für den 31-Jährigen zuletzt im Dezember 2024 heraus. Deutlich weiter zurück liegt sein Bestresultat auf höchster Stufe: Vor rund sechs Jahren fuhr er im Nachtslalom von Schladming auf Rang 5 – eine seiner vier Top-10-Klassierungen in Weltcup-Slaloms. Dazu kommt eine WM-Medaille: 2019 gabs in Are Bronze im Team-Event.
Swiss-Ski-Aufgebot für Courchevel
Am Samstag und Sonntag stehen in Courchevel (Fr) nach der Abfahrt vom Freitag zwei Super-G-Rennen auf dem Programm. Das Schweizer Männer-Team wird mit acht Athleten vertreten sein. Neben dem Führenden der Super-G-Wertung Marco Odermatt (28) und dem Olympiasieger Franjo von Allmen (24) stehen Alexis Monney (26), Stefan Rogentin (31), Justin Murisier (34), Alessio Miggiano (23), Lars Rösti (28) und Arnaud Boisset (27) im Swiss-Ski-Aufgebot. Nicht mehr dabei sein wird Niels Hintermann (30), der seine Karriere nach dem Verzicht auf die Abfahrt am Freitag per sofort beendet hat.
Marco Odermatt geht mit einem Vorsprung von 158 Punkten auf den Österreicher Vincent Kriechmayr (34) in die letzten drei Weltcuprennen im Super-G.
Für Ploier ist die Saison zu Ende
Andreas Ploier (28) muss die laufende Weltcup-Saison wenige Rennen vor Schluss vorzeitig beenden. Der Österreicher stürzt am Donnerstag in Courchevel schwer – und dies am trainingsfreien Tag beim freien Skifahren.
Der Speed-Spezialist musste in Frankreich mit dem Rettungsschlitten abtransportiert werden. Anschliessende Untersuchungen ergaben, dass sich Ploier sowohl das Syndemoseband im Sprunggelenk als auch das Innenband im rechten Knie gerissen hat. Wie der Österreichische Skiverband ÖSV am Freitagmorgen bekanntgibt, wird der 28-Jährige am Samstag in einer Spezialklinik in Innsbruck operiert, um die beiden Verletzungen in einem kombinierten Eingriff zu stabilisieren.
Die Saison war für Ploier etwas ein Auf und Ab. In diesem Winter stand er in insgesamt zwölf Weltcup-Rennen am Start und fuhr viermal in die Punkte. Bei der Abfahrt in Gröden (It) feierte Ploier vergangenen Dezember mit dem elften Rang sein bestes Karriere-Ergebnis. Nun zwingt ihn die schwere Knie- und Knöchelverletzung zu einer monatelangen Pause und Rehabilitation über den Sommer.
Zehn Schweizer bestreiten Courchevel-Abfahrt
Elf Schweizer Ski-Männer sind für das Speed-Wochenende ins französische Courchevel gereist – zehn von ihren dürfen die Abfahrt vom Freitag (11 Uhr) bestreiten. Einziger Überzähliger ist Gaël Zulauf, der somit vorerst auf seinen sechsten Weltcup-Einsatz warten muss. Angeführt wird die Swiss-Ski-Delegation einmal mehr von Marco Odermatt, 2023 in Courchevel Abfahrtsweltmeister, und Olympiasieger Franjo von Allmen – die beiden liefern sich ein schweiz-internes Duell um die kleine Kugel in der Abfahrt, wobei Odermatt bei noch zwei verbleibenden Rennen 175 Punkte Vorsprung ab.
Courchevel ändert Programm
Eigentlich hätte am Freitag in Courchevel der abgesagte Garmisch-Super-G nachgeholt werden sollen, nun wird dies am Samstag (11 Uhr) der Fall sein. Die FIS teilt am Mittwochnachmittag mit, dass die Abfahrt auf den Freitag (11 Uhr) vorgezogen wird, um «die Chancen auf erfolgreich durchführbare Rennen zu maximieren». Am Sonntag steht ein weiterer Super-G (10.45 Uhr) auf dem Programm.
Aufgebot für das Are-Wochenende
Swiss-Ski hat das Aufgebot für das letzte Rennwochenende vor dem Weltcupfinal bekanntgegeben. Für den Riesenslalom (Samstag) respektive den Slalom (Sonntag) in Are (Sd) sind neben den beiden Teamleaderinnen Camille Rast und Wendy Holdener unter anderem auch zwei Athletinnen vorgesehen, die an der aktuell stattfindenden Junioren-Weltmeisterschaft im Einsatz stehen: Sue Piller und Dania Allenbach. Während die beiden nun am Samstag im Weltcup starten, fahren die Juniorinnen an der WM im Slalom um die Medaillen. Insgesamt werden 14 Schweizerinnen die Rennen bestreiten.
Riesenslalom: Camille Rast, Wendy Holdener, Vanessa Kasper, Sue Piller, Dania Allenbach, Selina Egloff, Stefanie Grob, Simone Wild, Janine Mächler.
Slalom: Camille Rast, Wendy Holdener, Mélanie Meillard, Eliane Christen, Aline Höpli, Nicole Good, Aline Danioth, Janine Mächler, Selina Egloff, Sue Piller.
Speed-Ass hört nach 100 Rennen auf
«Es ist Zeit, ein neues Kapitel zu schreiben und dem Skisport ‹Auf Wiedersehen› zu sagen» – mit diesen Worten verkündet Christina Ager (30) auf Social Media ihren Rücktritt. Nach 13 Jahren im Ski-Weltcup und 100 Rennen beendet die Österreicherin ihre Karriere. «Ich kann mit Stolz auf eine unglaublich spannende und prägende Zeit zurückblicken.»
Bei ihrem Weltcup-Debüt überraschte Ager 2013 alle – im Levi-Slalom fuhr sie mit Startnummer 53 auf Platz 4. Zwei Jahre später wandte sie sich von den technischen Disziplinen ab und wurde zur Speedspezialistin. Dass Ager in ihrer Karriere nicht mehr Weltcuprennen bestritten hat, liegt daran, dass sie sich einst innert eines Jahres zweimal das Kreuzband riss. Den grössten Erfolg feierte Ager Anfang 2024, als sie in der Cortina-Abfahrt als Dritte ihren einzigen Podestplatz herausfuhr.
Wie es bei ihr weitergeht, lässt sie offen. Ager schreibt lediglich: «Jetzt freue ich mich auf alles, was kommt – und bin gespannt, welche neuen Herausforderungen und Aufgaben auf mich warten.»
Odermatt führt Speed-Aufgebot von Courchevel an
Am nächsten Wochenende finden in Courchevel (Fra) die letzten Speed-Rennen der Männer vor dem Weltcup-Finale im norwegischen Lillehammer statt – zwischen Freitag und Sonntag stehen zwei Super-Gs und eine Abfahrt auf dem Programm. Aus dem Schweizer Team in den WM-Ort von 2023 reisen werden elf Athleten: Marco Odermatt, aktuell Weltcup-Leader in beiden Speed-Diszplinen, Franjo von Allmen, Alexis Monney, Stefan Rogentin, Niels Hintermann, Lars Rösti, Alessio Miggiano, Justin Murisier, Arnaud Boisset, Livio Hiltbrand und Gaël Zulauf.
Nicht mit dabei ist dagegen Loïc Meillard, der im Super-G-Ranking nur knapp ausserhalb der für das Weltcup-Finale qualifizierten Top 25 klassiert ist – weil der Slalom-Olympiasieger mehr als 500 Punkte im Gesamtweltcup gesammelt hat, darf er am letzten Super-G-Rennen der Saison aber ohnehin mittun.
Welche Fahrer schliesslich auch an den Start gehen werden, kommuniziert Swiss-Ski jeweils kurz vor den einzelnen Rennen.
Frauen erleben 2026 eine Weltcup-Premiere
Gosau in Oberösterreich wird erstmals Austragungsort eines alpinen Skiweltcups: Am 28. und 29. Dezember tragen die Frauen am Hornspitz einen Riesenslalom und Slalom aus. Damit kehrt der Weltcup nach über sechs Jahren Absenz in die Region Oberösterreich zurück – zuletzt waren 2020 die Männer in Hinterstoder gefahren, die Frauen sogar zuletzt 1992. Gosau ersetzt im Weltcupkalender der Frauen Lienz, das die zwei Technikrennen zuletzt abwechselnd mit dem Semmering durchgeführt hat.