Darum gehts
- Alexander Ospelt ist neuer FIS-Präsident, gewählt mit knapper Mehrheit
- Bernhard Russi lobt Swiss-Ski für den Effort beim Umsturz
- Blick-Kolumnist fordert nun, dass Urs Lehmann als Geschäftsführer kommt
Alexander Ospelt ist neuer FIS-Präsident. Sieg ist Sieg. Egal ob mit einer Hundertstelsekunde oder mit einer Stimme.
Die hauchdünne Entscheidung lässt auch Swiss-Ski feiern. Zu Recht, denn unsere Vertreter waren massgeblich an dieser Richtungsänderung beteiligt. Das Wichtigste an diesem Resultat ist sicher die Ruhe, die nun im grössten Schneesportverband Einzug halten darf.
Eine Richtungsänderung ist wichtig, aber nun muss gerudert werden – und zwar in die gleiche Richtung. Überall dort, wo diese Möglichkeit bereits in der Vergangenheit vorhanden war. In den technischen Komitees, in den Subkomitees, in den Arbeitsgruppen. Überall dort, wo vorgekocht wird, was am Ende im Council entschieden und abgesegnet werden muss.
Es ist nicht nur der Präsident in der Pflicht
In all diesen rund 50 kompetenten Meinungsbildungszentren sitzen alle «Grossen», teilweise auch kleinere Nationen und die Athleten. Alle mit Mitsprache- und Stimmrecht.
In solchen Gremien ist alles möglich, wenn man einen gemeinsamen Nenner findet. Siehe Ospelt-Wahl. Vielleicht ist es aber etwas einfacher, einen Präsidenten durch einen anderen zu ersetzen, als einen neuen Weltcupkalender durchzuboxen, mit mehr oder weniger Disziplinen, für die einen oder anderen Athleten, die eine oder andere Nation oder zugunsten alter oder neuer Austragungsorte.
Der neue FIS-Vorstand kann alles absegnen, absagen oder zurückschicken. Im Vorstand sind im Moment 18 Mitglieder, es ist nicht der Präsident alleine. Elf aus den grossen Nationen. Dazu vier Athletenvertreter. Sie alle sind verantwortlich für die Philosophie des Schneesports, für sein Image und sein Gedeihen.
Genauso, wie es ein Verwaltungsrat bei grossen Unternehmen tut. Dazu braucht es aber einen adäquaten Geschäftsführer, der die wirtschaftlichen und sportlichen Interessen kennt und sie dem VR schmackhaft macht. Das kann im Moment nur Urs Lehmann sein.