Heisse Frisur-Diskussion bei den Ski-Frauen
Kosteten Malorie Blanc die Haare wichtige Hundertstel?

Es geht um jeden Hundertstel. Aber: Bei den Frisuren sieht man im Skizirkus der Frauen alle Varianten. Welche ist die Schnellste? Wir haben bei einem Experten nachgefragt. Und: Malorie Blanc (22) überlegt sich einen Strategiewechsel.
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Malorie Blanc trug ihre Haare bei Rennen offen. Nicht immer, aber meistens. Ein Nachteil?
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • SRF-Expertin Tina Weirather kritisiert Malorie Blancs lange Haare als aerodynamisches Hindernis
  • Blancs Servicemann empfiehlt, Haare gebunden zu tragen, statt sie zu kürzen
  • Blanc plant Windkanaltests mit Swiss-Ski nach Schweizer Meisterschaften in St. Moritz
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Mathias GermannReporter Sport

SRF-Expertin Tina Weirather (36) stiess die Diskussion an. «Ich habe das Gefühl, dass die Haare von Malorie Blanc zu lang sind», sagte sie im «Podcast am Pistenrand».

Es ging nicht um Schönheit, sondern um Aerodynamik. Genauer: um die Hocke in Speedrennen. Fehlen Haare, die unter dem Helm hervorkommen, reisst der Luftstrom ab. «Es entstehen Verwirbelungen, die bremsen», erklärte Weirather. Aber: Zu lange Haare sind auch nicht ideal – sie verändern den Luftstrom am Rücken.

Es geht um Kleinigkeiten. Vielleicht um Hundertstel. Blanc fuhr eine starke Saison und gewann in Crans-Montana VS ihr erstes Weltcuprennen. Probleme hatte sie beim Gleiten und in langen Kurven. «Da habe ich noch viel Potenzial», sagt die Walliserin.

Gilt das auch für die Haare? Sie plauderte mit Thomas Rehm, dem Servicemann von Lara Gut-Behrami (35). Er sprach sie darauf an. «Tom sagte, ich müsse sie nicht zwingend schneiden. Aber dass es vielleicht besser wäre, sie anders zu tragen.»

Blanc: «Ich überlege mir das»

Ein Dutt wie bei ihren Teamkolleginnen Gut-Behrami oder Corinne Suter (31) wäre eine Lösung. Er füllt den Raum zwischen Helm und Rücken sauber aus. Auch ein unter dem Anzug versteckter Zopf kommt infrage. «Ich überlege mir das für nächsten Winter», sagt Blanc.

Aber: Gibt es tatsächlich bei diesem haarigen Thema überhaupt eine eierlegende Wollmilchsau? «Nein», sagt Björn Bruhin, wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Swiss-Ski. Er begleitet regelmässig Windkanaltests.

Viele Faktoren entscheiden bei der Aerodynamik in der Hocke: Anatomie, Haltung, Helm, Airbag, Rückenpanzer – und eben die Haare. «Generalisieren ist schwierig. So offen wie bei Malo sind sie wohl nicht optimal, weil sie im Wind flattern. Aber das müssten wir testen.»

Es gibt eine grobe Tendenz

Blanc war noch nie im Windkanal. Dies werden sie und Swiss-Ski wohl bald nachholen. Eine grobe Tendenz gebe es, erklärt Bruhin. «Zusammengebundene Haare sind tendenziell besser als freie», sagt er.

Heisst: Blanc muss ihre Haare nicht zwingend kürzen, um schneller zu sein. Wäre dies der Fall, würde sie es aber tun. 

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