Darum gehts
- Michelle Gisins Ski-Zukunft ist acht Monate nach schwerem Sturz offen
- Sie hat drei Optionen: Ziel Heim-WM, Comeback übernächste Saison oder Rücktritt
- Kniebeugen mit 40 bis 50 kg – nicht mal Hälfte ihrer Bestwerte
Im letzten Dezember stürzte Michelle Gisin (32) schwer, entging nur knapp einer Querschnittlähmung. Diagnose: Kreuzbandriss sowie Verletzungen an Handgelenk, Schulter und Halswirbelsäule. Ob sie noch einmal in den Ski-Weltcup zurückkehrt, ist acht Monate später weiter unklar.
Gegenüber SRF deutet Gisin an, dass es das wie bei Lara Gut-Behrami (35) auch für sie gewesen sein könnte. Sie zählt drei Optionen auf, die sie hat. Alles geben für einen Start an der Heim-WM in Crans-Montana VS. «Aber das ist ein bisschen knapp», gibt Gisin zu. Bleibt ein Comeback in der übernächsten Saison. «Oder Danke sagen und auf eine wunderschöne Karriere zurückblicken.»
Obwohl sie einem Entschluss in den letzten Monaten schon nah dran war, will sie das noch nicht entscheiden. Denn ihr Umfeld nagelt sie darauf fest, was sie am Anfang gesagt hat: «Dass ich auf den Ski entscheiden will.» Gisin will «so eine unglaublich schöne, erfolgreiche Karriere nicht auf der Physioliege beenden. Das habe ich nicht verdient».
«Will Feuer noch einmal spüren»
Zuletzt ist aus der Bewegungstherapie langsam Training geworden. Auch wenn das noch lange nicht so intensiv ist. Kniebeugen macht sie mit 40 bis 50 Kilo Gewicht. «Das ist nicht einmal die Hälfte von meinen Bestwerten zu dieser Jahreszeit», so Gisin.
Den Grundsatzentscheid über ihre Zukunft will sie, je nachdem wie es ihr dann geht, im Herbst fällen. «Ich will das Feuer auf den Ski noch einmal spüren», erklärt Gisin. «Und wenn es so stark weiter brennt, mir die Chance geben, es noch einmal zu versuchen.»