Gelungener Kronplatz-Auftritt
Schweizer Riesen-Trio strahlt aus den unterschiedlichsten Gründen

Camille Rast glänzt mit Platz 2 im Riesenslalom am Kronplatz. Vanessa Kasper erreicht Rang 14, Dania Allenbach wird 22. Für das Schweizer Trio ein gelungener Tag voller persönlicher Erfolge.
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Daumen hoch für ein Schweizer Ski-Trio am Kronplatz! Dania Allenbach (Bild) holt in ihrem zweiten Weltcuprennen zum zweiten Mal Punkte – Rang 22.
Foto: AFP

Darum gehts

  • Camille Rast wird Zweite beim Kronplatz-Riesenslalom, Kasper und Allenbach überzeugen
  • Vanessa Kasper erfüllt halbe Olympia-Norm mit Rang 14, bestes Weltcupresultat
  • Julia Scheib führt Riesenslalom-Weltcup, 139 Punkte Vorsprung auf Rast
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Mathias GermannReporter Sport

Sie stehen an verschiedenen Punkten ihrer Karriere – und strahlen dennoch alle gleich: Camille Rast (26), Vanessa Kasper (29) und Dania Allenbach (18). Der Riesenslalom am Kronplatz (It) ist vorbei. Rast wird Zweite, Kasper 14., Allenbach 22.

Für alle drei ein Erfolg. Ein Nörgler würde einwenden: «Wie bitte? Rast ist die erste Verliererin und die anderen haben nichts erreicht!» Sollte es jemanden mit dieser Meinung geben, kann dies dem Schweizer Ski-Trio egal sein. 

Beginnen wir mit Rast. Vor Kurzem feierte sie ihren ersten Sieg im Riesenslalom. Eine Wiederholung gelingt ihr nicht. Doch sie etabliert sich auch in dieser Disziplin in der Weltspitze. Vor dem Winter lautete das Ziel: Top 7. Rast erreicht es im Eiltempo. «Ich bin sehr zufrieden. Im ersten Lauf war ich etwas zu nett, im zweiten wollte ich unten zu viel. Trotzdem war es gut», sagt sie im ORF. Und im SRF: «Jetzt muss ich wieder gewinnen.»

Scheib: 139 Punkte Vorsprung bei noch drei Rennen

Die nächste Chance folgt am Samstag in Spindlermühle (Tsch). Dort wartet wieder Julia Scheib (27). Die Österreicherin springt am Kronplatz von Rang 3 zur Halbzeit auf Sieg. Im Riesenslalom-Weltcup führt sie mit 139 Punkten Vorsprung auf Rast. Klingt komfortabel. Drei Rennen stehen noch an. «Es sieht gut aus, aber alle dahinter sind stark – auch Camille», sagt Scheib.

Zwölf Plätze hinter Rast landet Kasper. Rang 14 – ihr bestes Weltcupresultat. Damit erfüllt sie die halbe Olympia-Norm. Dabei lief es im Training zuletzt schlecht – so wie schon im November. «Da habe ich gedacht: Vielleicht höre ich auf mit dem Seich.» Tat sie nicht. Zum Glück. Kaspers Rezept für das ganze Cortina-Ticket: «Kopf ausschalten, nichts studieren. Dann fahre ich gut.»

Brignone gibt Super-Comeback

Nach dem letzten Winter verlor Kasper ihren Platz im Swiss-Ski-Kader und bereitete sich allein vor. Allenbach dagegen gehört dem B-Kader an – und gilt als grosses Versprechen für die Zukunft. Ihre Bilanz: zwei Weltcuprennen, zweimal Punkte. Lara Gut-Behrami (35) brauchte für ihr erstes zählbares Resultat länger. Genauer: fünf Rennen. Allerdings fing sie auch mit 16 Jahren bereits an.

So oder so. Aufgewachsen oberhalb von Gstaad BE, schreibt Allenbach ihr Märchen weiter. Die ausgebildete Bodenlegerin «Ich bin einfach Vollgas gefahren. Im Weltcup brauchst du das. Der Hang war super, es hat riesig Spass gemacht. Und wenns läuft, dann läufts.»

Auch Sue Piller (27.) punktet. Wendy Holdener (32) scheitert nach einem missratenen ersten Lauf klar. Und dann ist da Federica Brignone (35). Nach 292 Tagen Pause und schwerer Beinverletzung fährt sie bei ihrem Comeback auf Rang 6. Sensationell. Scheib sagt: «Für Cortina müssen wir uns warm anziehen.»

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