Darum gehts
- Lindsey Vonn und Matthieu Bailet sind ein Paar
- Bailet verlor früh seine Mutter und war schon mehrfach schwer verletzt
- Grösster Erfolg: Junioren-Weltmeister im Super-G
Im März 2024 teilt Matthieu Bailet (30) ein Foto auf Instagram. Es ist ein Schnappschuss, der ihn mit Lindsey Vonn (41) zeigt. «Ich hatte das Vergnügen, den grossartigen Champion wiederzusehen», schreibt er dazu. Ein Detail auf dem Foto sticht auch einem Skikonkurrenten ins Auge: die Hand des Franzosen. «Pass auf deine Hand auf», kommentiert Christof Innerhofer (41) mit einem Augenzwinkern. Denn die liegt auf Vonns Bauch. Ob er da schon eine Vorahnung hat?
Denn zweieinhalb Jahre später sind Vonn und Bailet ein Paar. Mit Ferienfotos machen sie ihre Beziehung öffentlich – nachdem es in den Monaten zuvor schon Gerüchte um eine Liaison der beiden gegeben hat. Aber wer ist der Mann, der das Herz der amerikanischen Olympiasiegerin höher schlagen lässt?
Beide haben sich auf die Speed-Disziplinen spezialisiert. Und mussten schon gesundheitliche Rückschläge hinnehmen. Vonn erholt sich aktuell immer noch von der schweren Verletzung, die sie sich im Februar zugezogen hat. Auch ihr elf Jahre jüngerer Freund ist nicht verschont geblieben. Gleich zweimal stürzte Bailet auf der Stelvio in Bormio (It) schwer. 2017 renkte er sich die Schulter aus und zog sich mehrere Brüche am Schultergelenk zu. Fünf Jahre später lautete die Diagnose Gehirnerschütterung und Kreuzbandriss. Die Folge: Er verpasste die Heim-WM 2023 in Courchevel/Méribel.
Ein Podestplatz im Weltcup und Junioren-Gold
Im Weltcup kommt Bailet, der aus Nizza stammt, bisher auf 115 Rennen. Seinen einzigen Podestplatz erreichte er im März 2021 als Zweiter im Super-G von Saalbach (Ö). Dort, wo drei Jahre später das Foto mit Vonn entstanden ist. Damals musste er sich nur einem Mann geschlagen geben: Marco Odermatt (28). Das hat auch schon anders ausgesehen.
2016 krönte sich Bailet zum Junioren-Weltmeister im Super-G – und stand mit James Crawford (29, 2. Platz) und Odermatt (3. Platz) auf dem Podest. Während die beiden später bei der Elite Gold gewannen (Crawford 2023 und Odermatt 2025), ist Bailet der Durchbruch bisher nicht geglückt.
Dass er eine Skikarriere angestrebt hat, ist nicht selbstverständlich. Denn ausgerechnet seine Leidenschaft hat seine Mutter das Leben gekostet. Als Bailet neunjährig war, starb sie bei einem tragischen Ski-Unfall. «Damals trug man noch keine Helme», erzählte er vor einigen Jahren gegenüber 20 minutes. «Auf einer Piste gab es Holzbarrieren. Sie prallte mit dem Kopf dagegen.» Rückblickend nennt es Bailet eine schwierige Zeit. Das hat sich geändert. «Heute sehe ich darin etwas Starkes, eine besondere Verbindung zum Skisport.» Die hat er nun auch dank seiner neuen Liebe.