Darum gehts
- Lindsey Vonn hat im Rahmen der US Open Tennis gespielt
- Gleichzeitig hat sie verraten, dass sie sich einer weiteren OP unterziehen muss
- Danach wartet eine längere Reha, noch immer ist offen, ob sie in den Ski-Weltcup zurückkehrt
Knapp sieben Monate ist es her, seit sich Lindsey Vonn (41) bei ihrem Sturz in der Olympia-Abfahrt einen komplizierten Unterschenkelbruch zugezogen hat. Noch immer hat die Amerikanerin nicht entschieden, ob sie einen weiteren Comeback-Versuch wagt. Aber die Speed-Queen trainiert fleissig, macht Kraftübungen und konnte unlängst erstmals wieder aufs Velo steigen.
Aktuell ist Vonn in New York. Am Wochenende hat sie die US Open besucht – und dabei selber zum Racket gegriffen. Ihre Gegner waren unter anderem Kim Clijsters, Jimmy Connors oder Tommy Haas. «Ich durfte ein paar Punkte mit den Champions spielen ... was für ein Privileg», schreibt Vonn auf Instagram. Und beruhigt alle, die sich Sorgen machen. Ihr Arzt habe gesagt, sie könne spielen, solange ihr Bein nicht schmerze.
Ihre zentimeterlange Narbe versteckt Vonn unter einem Pflaster. Und auch wenn so weit alles gut zu sein scheint, ist sie noch lange nicht bereit für eine allfällige Weltcup-Rückkehr. «Ich fühle mich gut. Es wird besser», sagt sie gegenüber Eurosport. Und offenbart: «Ich habe noch eine weitere Operation vor mir.» Vonn führt aus: «Ich versuche, stärker zu werden. Sobald mein Kreuzband gerichtet ist, habe ich einen weiteren langen Weg vor mir.»
«Weitere neun Monate bis zur Genesung»
Wann genau der Eingriff stattfinden soll, kann sie noch nicht sagen. Sicher im Winter. Vonn hofft, dass es schon im November so weit sein wird. «Dann dauert es weitere neun Monate, bis zur Genesung», erklärt sie. Ihre Ski-Zukunft lässt sie aber offen. «Weiter voraus kann ich noch nicht blicken.»
An ihrem Kampfgeist dürfte der Entscheid letztlich aber nicht scheitern. «Ich mag es, wenn mich jemand herabsetzt oder wenn ich das Gefühl habe, herabgesetzt zu werden», verriet Vonn unlängst im Podcast «Pretty Tough». Aus Provokationen ziehe sie die Motivation, um noch härter zu arbeiten. «Es können ganz kleine Dinge sein, aber ich brauche einfach einen Grund, um mich noch härter zu pushen.»
Vielleicht kehrt sie genau deswegen noch einmal zurück. Schon rund um ihr Comeback mit 40 Jahren und einer Knieteilprothese hagelte es Kritik. Das galt erst recht für ihren Start bei Olympia trotz eines Kreuzbandrisses. Auch nach ihrem Sturz wurden Stimmen laut, die nicht verstehen, wieso Vonn nicht den Rücktritt erklärt. Genau daraus könnte sie nun die entscheidende Motivation ziehen – und es allen noch einmal zeigen zu wollen.