Darum gehts
- Ex-Schwinger-Boss Stefan Strebel stirbt überraschend
- Er prägte den Schwingsport mit seiner direkten Art
- Seine erfolgreiche Funktionärskarriere endete im Frühling
Es ist eine traurige Nachricht, welche die Schwinger-Szene an diesem Mittwochabend erreicht. Wie Blick erfahren hat, ist der ehemalige Technische Leiter des Verbandes Stefan Strebel (†49) verstorben. Er erliegt einem Herzversagen. Dies wird sowohl vom Nordwestschweizer Schwingerverband als auch von einem Vertreter der Kampfrichterkommission bestätigt. Damit verliert der Schwingsport eine ihrer prägendsten Figuren der letzten Jahre.
Mit seinen Ideen und Visionen trieb Strebel den Nationalsport voran. Getreu seinem Vorbild Zlatan Ibrahimovic sagte der Familienvater stets, was er dachte. Damit eckte Strebel auch immer wieder an. Auf ungeschriebene Gesetze legte er keinen Wert. So teilte er im letzten Herbst am ESAF in Mollis GL den damals Nicht-Eidgenossen Michael Moser mit König Joel Wicki ein.
Er war ein grosser SC-Freiburg-Fan
Strebel amtete bis zur Abgeordnetenversammlung im März als Technischer Leiter des Verbandes. In dieser Funktion war er sechs Jahre lang tätig. Beinahe hätte sich seine Funktionärskarriere noch einmal um einige Jahre verlängert. Er hatte sich für das Amt des Obmanns des Verbandes zur Verfügung gestellt. Als sich jedoch eine Kampfwahl abzeichnete, verzichtete er freiwillig darauf.
Damals sagte er zu Blick, dass er sich auf sein neues Leben ohne Funktionärsjob freue. «Ich werde in meinem Schwingklub mithelfen. Aber eher als Mann hinter dem Grill, der die Bratwürste dreht.»
Dank seines freigewordenen Terminkalenders musste der leidenschaftliche SC-Freiburg-Fan keine Rücksicht mehr auf Schwingfeste nehmen. So konnte er alle Heimspiele seines Lieblingsvereins besuchen. Nun ist Strebel leider viel zu früh verstorben.