Alpiger bodigt im Weissenstein-Schlussgang Lüscher
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Nach gut vier Minuten:Alpiger bodigt im Weissenstein-Schlussgang Lüscher

Trainer-Klartext rüttelte Lüscher nach Wankdorf-Pleite auf
«Das sind unangenehme Sachen»

Nick Alpiger zementiert seinen Status als Nummer eins in der Nordwestschweiz auf dem Weissenstein. Doch auch Schlussgänger Sinisha Lüscher ist ein Gewinner. Hinter ihm liegt eine schwierige Woche.
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Jubelt auf dem Weissenstein: Nick Alpiger.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Eidgenosse Sinisha Lüscher beeindruckte am Weissenstein Schwinget
  • Er zeigte eine starke Reaktion auf die Enttäuschung im Wankdorf
  • Sein Trainer musste danach mit ihm Klartext sprechen
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Nicola AbtReporter Sport

Diese Ohrfeige kam genau zum richtigen Zeitpunkt. Sinisha Lüscher (20) reiste nach dem Berner Kantonalen im Wankdorf ohne Kranz nach Hause. Nach der enttäuschenden Leistung fand ein fundiertes Analysegespräch mit Trainer Jürg Monhart statt. Nur wenige Tage später zeigte sich der Nordwestschweizer auf dem Weissenstein wie verwandelt.

Der Bankkaufmann griff wieder beherzt an und strahlte Selbstvertrauen aus. Dass er auch taktisch einiges drauf hat, bewies das Nordwestschweizer Talent im vierten Gang. Nach drei Siegen – unter anderem gegen die Eidgenossen Christian Biäsch und Martin Roth – genügte ihm gegen Kilchberger-Sieger Damian Ott ein Gestellter.

Ott setzte zwar alles daran, Lüscher auf den Rücken zu legen. Doch der Publikumsliebling hielt dank seiner enormen Rumpfkraft stand. Im Kampf um den Schlussgang bezwang er anschliessend den Südwestschweizer Laurent Tornare.

Nummer-eins-Status zementiert

Weil König Armon Orlik stellte, kam es im finalen Kampf des Tages zu einem historischen Nordwestschweizer-Duell. Zum ersten Mal seit der Weissenstein als Bergkranzfest gilt, standen sich zwei Einheimische gegenüber. Und es waren die beiden, welche den Teilverband aktuell am stärksten prägen. 

Neben Lüscher zeigte auch Nick Alpiger einmal mehr eine grossartige Leistung. Die bisherigen zwei Duelle in dieser Kranzfestsaison gingen unentschieden aus. Auf dem Weissenstein brauchte es einen Sieger, um den alleinigen Festsieg in der Nordwestschweiz zu behalten. 

Letztlich setzte sich Alpiger nach etwas mehr als vier Minuten durch. Er ist und bleibt die Nummer eins in seinem Team. Trotz der bitteren Niederlage nahm sich Lüscher unmittelbar nach dem Schlussgang Zeit, um mit seinen Kollegen den Teamerfolg zu feiern.

Kritische Worte des Trainers

Eine schöne Geste, die aber nicht darüber hinwegtäuscht, wie tief die Enttäuschung sitzt. Lüscher war seinem ersten Bergkranzfestsieg so nah wie noch nie. Nach den Feierlichkeiten verliess er den Festplatz niedergeschlagen und wollte keine Interviews mehr geben.

Dafür sprach Trainer Monhart über die entscheidenden Tage nach dem Berner Kantonalen. «Das sind unangenehme Sachen. Aber wenn man besser werden will, muss das sein», sagt er. Nach Lüschers enttäuschendem Auftritt habe er Klartext gesprochen. «Es war ein sehr ehrliches Gespräch.» Den genauen Inhalt will Monhart nicht preisgeben. 

Was ist mit Odermatt los?

Die Worte seines Coaches – und langjährigen Wegbegleiters – scheinen ihre Wirkung nicht verfehlt zu haben. «Das heute war eine Teamleistung», betont Monhart. Während die Nordwestschweizer einen historischen Tag erlebten, blieb Adrian Odermatt deutlich hinter den Erwartungen zurück. Der Baselbieter Eidgenosse verpasste den Kranz klar.

Nach dem Fest erklärte er gegenüber Blick den Grund: «Ich litt zuletzt an einer Magendarm-Grippe. Deshalb fehlte mir heute die Energie. Das nächste Mal werde ich unter solchen Umständen kein Schwingfest mehr bestreiten.» Zumal sein Körper in den letzten Wochen und Monaten bereits stark gefordert war. Nach Feierabend hilft Odermatt derzeit beim Abbruch der Scheune auf dem elterlichen Bauernhof. 

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