McDonald's investiert ins ESAF
König Matthias Glarner fädelte den Deal mit dem Food-Giganten ein

Burger trifft Sägemehl: McDonald’s steigt als Königspartner beim ESAF 2028 ein. OK-Chef und Schwingerkönig Matthias Glarner lobt die Verbundenheit des Fast-Food-Riesen zur Schweizer Landwirtschaft – und bestellt selber gerne ein Big-Mac-Menu.
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Ein Mini-Sägemehlring in der Thuner Altstadt: McDonald's-Schweiz-Chef Brad McMullen, ESAF-OK-Präsident Matthias Glarner und die Thuner Filialleiterin Kathleen Strasser besiegeln den Sponsoren-Deal.
Foto: Jan Hellman

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • McDonald’s wird Hauptsponsor des ESAF 2028 in Thun, verkündet OK-Chef Glarner
  • Mindestens 1 Million CHF Sponsorengeld vom US-Konzern für das Schwingfest
  • ESAF-Budget: Rund 40 Mio. CHF, Hälfte durch Sponsoring finanziert
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Matthias DubachLeiter Reporter-Pool Blick Sport

Was ist die surrealste Neuigkeit aus dem Schweizer Sport an diesem Sommer-Mittwoch? Nein, nicht die Schweizer Fussballer als WM-Viertelfinalisten! Wirklich Verrücktes spielt sich in Thun ab. Hier sitzen die ESAF-2028-Bosse um König Matthias Glarner (40) in der McDonald’s-Filiale – und verkünden, dass der Fast-Food-Gigant einer der Hauptsponsoren am Eidgenössischen wird. 

Wo sich sonst bei früheren oder dem kommenden ESAF traditionelle Schweizer Marken wie Migros, Feldschlösschen oder die Mobiliar engagieren, taucht nun das goldene M als sogenannter Königspartner auf. Es ist die Hochzeit zweier auf den ersten Blick völlig verschiedener Welten. Hier die viel beschworene, heile Welt im bodenständigen Schwingsport. Da der Kommerz-Gigant aus den USA, das vielleicht plakativste Synonym für Kapitalismus überhaupt. 

Australischer McDonald's-Boss betont bisherige Aktivitäten im Schwingen

Glarner hat als OK-Chef den spektakulären McDonald’s-Deal eingefädelt. «Es passt sehr gut», sagt der Schwingerkönig von 2016, «das haben wir nach den ersten Gesprächen schnell gemerkt. Die Verbundenheit zur Schweizer Landwirtschaft hat mich überzeugt.» In den Restaurants werden demnach tonnenweise Kartoffeln, Fleisch und so weiter aus Schweizer Produktion verspiesen. 

Auch die McDonald’s-Bosse um den Australier Brad McMullen, erst seit einem Monat Schweiz-Chef beim Food-Riesen, betonen, dass man schon länger im Schwingsport als Partner von kleineren Festen oder als Athletensponsoren unterwegs sei. Jetzt gehe man einfach den nächsten Schritt auf die ganz grosse Schwing-Bühne. 

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Aber mit dem neuen Deal wird die Kritik nun definitiv auch ins Sägemehl verfrachtet, ob sich ein Fast-Food-Restaurant wirklich mit dem auf die Ernährung bedachten Spitzensport verträgt. Glarner winkt ab. «Ich habe auch als aktiver Sportler ab und zu hier gegessen, wenn auch nicht gerade täglich. Ich habe es immer sehr genossen.» Und der König betont: «Wir organisieren nicht nur ein Schwingfest, es ist ein Volksfest für Gross und Klein. Da hat auch ein gemeinsames Burger-Essen Platz.»

Was bestellt sich denn der OK-Chef selber im Schnellimbiss? «Big Mac Menu large, dazu manchmal noch sechs Chicken-Nuggets mit süss-sauer Sauce», muss Glarner nicht lange überlegen. 

US-Gigant bezahlt mindestens 1 Million für die ESAF-Präsenz

Doch zurück zum Business. Da das Thuner ESAF keine Budgetzahlen nennt, bleiben auch die Sponsoringsummen geheim. Das Budget dürfte sich aber irgendwo in der Region von 40 Millionen Franken bewegen, die Hälfte soll aus dem Sponsoring stammen. Also ist klar: Das Engagement von McDonald’s ist mindestens siebenstellig. Glarner sagt dazu nur: «Das ESAF braucht starke Partner, um die Infrastruktur und das ganze Drumherum stemmen zu können. In unserem Konzept haben wir immer mit sechs bis sieben Königspartnern gerechnet. Nun war es ein Glücksfall, dass wir den siebten Partner so gefunden haben. Die Suche ist nun abgeschlossen. Wir sind sehr zufrieden.»

Was erhält der Kommerz-Koloss als Gegenleistung? Noch spuken erst Ideen herum, wie präsent das goldene M auf dem Festgelände auf der Burgerallmend und rund um die Arena auf dem Waffenplatz wirklich sein wird. 

Relativ weit ist die Idee eines grossen Kinderspielplatzes im McDonald’s-Branding. Wird man sich einen Cheeseburger auf die Tribüne bestellen können? An solchen konkreten Umsetzungen werde noch gearbeitet.

Fast logisch ist aber, dass der Food-Riese aufs ESAF spezielle Produkte lanciert. Wie wärs mit einem ESAF-Burger, einem McKranz oder einem Sägemehl-Meal? Diese Ideen wecken auch die Fantasie in der Ostschweiz. Schwingerkönig und Käsermeister Nödli Forrer meldet: «Sollte es einen Königs-Burger geben, liefere ich gerne den Käse dafür!»

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