Hier reisst sich Staudenmann das Pflaster weg
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Bei Sieg gegen Tschumi:Hier reisst sich Staudenmann das Pflaster weg

Pleiten, Pech und Pannen
Staudenmann hat nicht nur mit Pflaster-Puff zu kämpfen

Fabian Staudenmann steigt beim Mittelländischen als einer der Favoriten ins Sägemehl. Nach einem Zwischenfall im ersten Gang hat er aber plötzlich mit einem unerwarteten Problem zu kämpfen.
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Fabian Staudenmann verletzt sich im zweiten Gang.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Fabian Staudenmann verletzt sich beim Anschwingen am Mittelländischen
  • Nach Schlag aufs Kinn muss er rasiert, genäht und verarztet werden
  • Trotz Pflaster-Pannen gewinnt er am Morgen alle drei Gänge

«Im vergangenen Jahr zu dieser Zeit war ich etwas stärker», sagt Fabian Staudenmann (26) vor seinem ersten Kranzfest zu Blick. Davon ist beim Mittelländischen Schwingfest in Stettlen BE nichts zu sehen.

Zum Auftakt greift Staudenmann mit dem Innerschweizer Eidgenossen Silvan Appert (23) zusammen. Zwar muss er lange beissen, letztlich kann er den Gast aber bodigen. Auch im zweiten Gang tritt Staudenmann als Favorit an. Im Duell mit David Scheuner (20) bremst ihn schon früh ein Zwischenfall aus.

Bei diesem Kampf verletzt sich Staudenmann
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Blutiges Kinn:Bei diesem Kampf verletzt sich Staudenmann

Nach nicht einmal einer Minute kassiert Staudenmann einen Schlag aufs Kinn und zieht sich eine blutende Wunde zu. Er muss sich verarzten lassen, bevor der Kampf fortgesetzt werden kann. Rund 50 Minuten dauert der Unterbruch, denn Staudenmann muss nicht nur genäht, sondern auch noch rasiert werden. Das sorgt bei seinen Klubkollegen für Belustigung. Severin Schwander (30) meint bei Tele Bärn: «Ich habe etwas gelacht, weil sie ihn rasiert haben. Das find ich ein bisschen lustig.» 

Als Staudenmann frisch verarztet zurückkehrt, kämpft er plötzlich nicht mehr nur mit seinen Gegnern, sondern auch mit dem Verband.

Erst braun, dann schwarz

Bei der Fortsetzung des Duells mit Scheuner ziert ein hellbrauner Verband sein Kinn. Immer wieder greift der Berner hin, er scheint zu kontrollieren, ob er noch an Ort und Stelle ist. Allerdings ist im Verlauf des Duells zu sehen, dass das wohl nicht lange so bleibt. Staudenmann lässt sich davon aber nicht beirren und siegt.

Allerdings beginnt danach das Pflaster-Puff erst recht. Nur eine halbe Stunde später muss Staudenmann erneut in die Zwilchhosen – dieses Mal mit schwarzem Tape im Gesicht. Ein ungewohntes Bild. Aber auch das hält der Belastung nicht stand. Mitten im Duell mit Daniel Tschumi (20) löst es sich von seinem Kinn und Staudenmann entledigt sich dem Tape. Damit enthüllt er auch, dass seine Wunde nach der Verarztung weiter geblutet hat.

Staudenmann steckt das Pflaster-Puff problemlos weg, gewinnt auch seinen dritten Gang. Und ist zur Halbzeit als Zweiter mit einem Viertelpunkt Rückstand auf das Leader-Duo in Lauerstellung. Ob er noch vorbeiziehen und zum vierten Mal in Folge beim Mittelländischen triumphieren kann? Hier gibts den Schwing-Sonntag im Ticker.

Neuer Look am Nachmittag

Als er am Nachmittag wieder ins Sägemehl steigt, überrascht Staudenmann mit neuem Look. Er trägt einen Helm. Diesen hat Elias Pirkheim, ein Teamkollege der aktuell verletzt ausfällt, in der Mittagspause organisiert. «Er wohnt nicht weit von hier», erklärt Staudenmann bei Tele Bärn. Und verrät, dass die Wunde am Kinn nicht die einzige Panne des Tages ist. «Ich habe am Morgen schon mein Hemd zu Hause vergessen», sagt er lachend. Da auch er in der Nähe wohnt, hat er dieses vor Festbeginn noch rasch holen können.

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