274 Schwinger stehen am ESAF im Glarnerland im Sägemehl. Diese Startplätze verteilen sich auf die fünf Regionalverbände sowie Auslandsschwinger (6 Plätze).
1'000'000 Franken – so viel ist der Gabentempel des ESAF wert. Er umfasst mehrere Hundert Preise, z. B. Uhren, Motorräder, Lebendpreise, Möbel, Werkzeuge etc.
37 Tonnen Sägemehl verteilen sich auf die sieben Wettkampfringe im Teamschwingen. Sie sorgen für eine stabile Unterlage.
350'000 Besuchende werden während der drei ESAF-Tage vom 29. bis 31. August erwartet. Austragungsort ist der Flugplatz in Mollis GL.
Für so viele Zuschauende braucht es auch eine entsprechende Infrastruktur. 696 Toiletten stehen für Besucherinnen und Besucher bereit. Duschen gibt es insgesamt 120.
Die Arena, in der geschwungen wird, ist nicht nur die grösste temporäre Tribünenanlage der Schweiz, sondern der ganzen Welt. Sie bietet Sitzplätze für 56'500 Zuschauende. Zum Vergleich: Damit übertrifft sie das Wankdorf in Bern (32'000 Plätze) oder das St. Jakob-Park-Stadion in Basel (38'512 Plätze) bei weitem. Bis das Konstrukt steht, gehen acht bis zehn Wochen ins Land, am Bau sind 300 bis 500 Arbeitende gleichzeitig beschäftigt. Jedes ESAF hat seine Spezial-Arena. Teile des Baus können zwar wiederverwendet oder recycelt werden, doch für jedes Schwingfest gibt es eine Extra-Anfertigung, die dem Gelände angepasst wird. Dabei spielen Bodenbeschaffenheit, Topographie, Zugang etc. eine Rolle.
Nicht nur in der Anzahl Plätze übertrifft das ESAF die Schweizer Fussballstadien, sondern auch in der Fläche. Das Festareal ist 335'000 Quadratmeter gross. Dies entspricht etwa 47 Fussballfeldern.
Viereinhalb Monate werden in den Auf- und Abbau des Festareals investiert. Rund 10 Wochen dauert dabei der Aufbau, rund 6 Wochen der Abbau. Die Vorbereitung und Organisation für das diesjährige ESAF nahm insgesamt viereinhalb Jahre in Anspruch.
Im Organisationskomitee setzen sich 190 Mitglieder für das ESAF im Glarnerland ein. Sie übernehmen die Bau- oder Verkehrsplanung, die Koordination der Unterkünfte und die Einsatzplanung der Gastgeber oder der Ehrendamen. Ausserdem organisieren sie das Unterhaltungsprogramm, Marktstände, die Gaben und Lebendpreise und übernehmen Aufgaben im Sponsoring und in der Kommunikation rund um das Fest. Rund 84 Prozent führen ihr Amt dabei ehrenamtlich aus.
Am ESAF in Mollis stehen 9000 Helfende während der drei Festtage im Einsatz. Die geleisteten Gastgeberstunden werden auf 120'000 geschätzt.
450'000 Würste werden nach offiziellen Schätzungen des Veranstalters über die Theke gehen. Das zeigen die Erfahrungswerte aus den letzten Schwingfesten. Des Weiteren dürften etwa vier Tonnen Ruchbrot konsumiert werden. Den Besucherinnen und Besuchern stehen für die Verpflegung 40 Stände zur Verfügung.
Als Königspartnerin übernimmt die Migros Zürich in Mollis das Catering im nach eigenen Angaben «grössten VIP-Zelt, das je an einem ESAF betrieben worden ist». In diesem erwartet die Migros an zwei Tagen insgesamt 6'000 Besuchende. Die 3'000 Gäste pro Tag werden durch 400 Mitarbeitende in Küche und Service bewirtschaftet. Für das Fest werden über 25'000 Buttergipfel, 55'000 Bürli, 900 kg Brot, 15'000 Nussgipfel, 33'000 Sandwiches, 65'000 Würste und 2'400 halbe Poulets bereitgestellt, wie die Migros in einer Medienmitteilung schreibt.
An Schwingfesten wird jeweils auch sehr viel Bier konsumiert. So werden am diesjährigen ESAF im Glarnerland rund 265'000 Liter Bier ausgeschenkt. Auch weitere alkoholische Getränke sind beliebt. Wein gehen rund 24'000 Liter über die Theke, Schnaps 5'400 Liter. Nach Schätzungen werden ausserdem 125'000 Portionen Kaffee konsumiert.
Für so viele Getränke braucht es natürlich auch das nötige Equipment. Wie viele Flaschenöffner genau im Einsatz stehen, ist nicht bekannt – es dürften jedoch unzählige sein.