Dilemma vor Rigi-Highlight
Olympia-Held löst Zmorge-Problem der Berner Schwinger

Vor ihrem Rigi-Auftritt hatten die Berner ein Frühstücksproblem. Gelöst wird dieses von einem ehemals erfolgreichen Bobfahrer und Schwinger.
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Darum gehts

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Nicola AbtReporter Sport

Am Sonntag kämpfen die bösesten Berner auf der Rigi. Schon vor dem ersten Gang wartete auf ihre Betreuer jedoch eine knifflige Aufgabe.

Weil die Mutzen am frühen Morgen mit der Bahn auf den Berg fahren, müsste das Frühstück deutlich vor der üblichen Zeit bereitstehen. Im Teamhotel ist das jedoch nicht möglich. «Deshalb mussten wir nach Alternativen suchen», erklärt Thomas Inniger.

Jubelt Fabian Staudenmann auf der Rigi wie zuletzt im Wankdorf?
Foto: keystone-sda.ch

Der Eidgenosse hat auf diese Saison hin die organisatorische Verantwortung bei den Bernern übernommen. Neben Hotelreservationen gehört auch die Verpflegung zu seinen Aufgaben.

Olympia-Held ist zur Stelle

Den entscheidenden Tipp hatte Inniger von seinem Vorgänger Jörg Käser erhalten. Bereits beim letzten Rigi-Einsatz der Berner gab es das Frühstücksproblem. Wie vor zwei Jahren ist auch diesmal wieder auf Martin Annen (52) Verlass.

Martin Annen sorgt dafür, dass die Berner gestärkt die Fahrt auf den Berg in Angriff nehmen.
Foto: BENJAMIN SOLAND

Der dreifache Olympia-Bronzemedaillengewinner im Bob bringt den Gästen das Frühstück direkt ins Hotel. Seit fast 20 Jahren führt er das Restaurant Horseshoe in Oberarth SZ. Ein Lokal, das in der Schwingerszene längst Kultstatus geniesst.

Athleten und Betreuer kehren nach Kranzfesten regelmässig bei ihm zum Essen ein. «Für sie hat die Küche auch einmal etwas länger auf», erklärt Annen, der selbst eine Vergangenheit im Sägemehl hat. In seiner kurzen, aber erfolgreichen Karriere gewann er 21 Kränze.

Er führt seit fast 20 Jahren das Restaurant Horseshoe in Oberarth.
Foto: BENJAMIN SOLAND

Nun greift er also den Bernern unter die Arme – zur Freude von Inniger. «Wir sind ihm sehr dankbar», sagt dieser. Fabian Staudenmann zeigt sich ebenfalls erfreut. «Das ist sehr nett von ihm», meint der Kilchberger-Sieger.

Mit etwas Verspätung auf die Rigi

Staudenmanns Wünsche für das Frühstück sind bescheiden: «Weissbrot, ein paar Eier und Joghurt. Mehr brauche ich nicht.» Als Blick Annen davon erzählt, muss dieser schmunzeln. «Das bringen wir hin. Wir lassen niemanden verhungern oder verdursten.»

Bereits am Vortag des Bergklassikers werden die Berner im Horseshoe gemeinsam zu Abend essen. «Es ist ein Geben und ein Nehmen. Ich würde das Frühstück für jeden Teilverband liefern», sagt Annen.

Das Berner Team bekommt in seinem Hotel kein Frühstück. Deshalb springt Annen ein.
Foto: BENJAMIN SOLAND

Weil am kommenden Wochenende auch noch das mittlerweile legendäre Horseshoe-Fest stattfindet, wird er selbst erst gegen Mittag auf der Rigi eintreffen. Für einen gelungenen Start in den Wettkampftag hat Annen seinen Teil dann bereits geleistet.

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