Millionenbetrag fehlt
Fällt ersehnte Heim-EM für Ponti und Co ins Wasser?

Nächstes Jahr soll die Schwimm-Europameisterschaft in Basel über die Bühne gehen. Doch die Organisatoren haben ein Problem. Ihnen fehlen Sponsorengelder. Können sie diese nicht auftreiben, wirds nichts mit dem Heim-Auftritt von Noè Ponti und Co.
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Schwimmen statt Tennis soll es nächstes Jahr in der Basler St. Jakobshalle geben.
Foto: Getty Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Im Dezember 2027 soll die Schwimm-EM in Basel stattfinden
  • Der Anlass steht wegen fehlender Sponsoren aber auf der Kippe
  • Bis Ende September braucht es eine Lösung, sonst droht die Absage
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Ramona BieriRedaktorin Sport

Innert weniger Wochen fanden im letzten Jahr der Eurovision Song Contest und die Fussball-Europameisterschaft der Frauen in Basel statt. Auch 2027 soll ein internationaler Grossanlass am Rheinknie über die Bühne gehen: die Kurzbahn-Europameisterschaft (7. bis 12. Dezember).

Das Schweizer Team um die Aushängeschilder Noè Ponti (25, Olympiabronze 100 m Schmetterling) und Roman Mityukov (26, Olympiabronze 200 m Rücken) soll in der St. Jakobshalle um Medaillen schwimmen. Doch dieses Szenario droht zu platzen. Wie die «NZZ» berichtet, suchen die Organisatoren händeringend nach Sponsoren.

Konkret fehlen rund zwei Millionen Franken. Das Problem: Für 60 Prozent davon (1,2 Mio. Fr.) muss es bis Ende September eine Zusage geben. Insgesamt beträgt das Budget für die Elite-EM und die anschliessende Masters-EM 7,8 Mio. Fr.

Wie Ewen Cameron, der Präsident des schweizerischen Schwimmverbands Swiss Aquatics, gegenüber der «NZZ» sagt, ist die Veranstaltung ansonsten weitgehend aufgegleist. Dass sie bei den Sponsoren keinen Anklang findet, erstaunt ihn: «Schwimmen ist für viele Unternehmen höchstens eine Randsportart.» Dabei zählt Schwimmen zu den am häufigsten betriebenen Sportarten der Schweiz.

Verkleinerung kommt nicht infrage

Um dennoch Sponsoren zu gewinnen, hat man die Strategie geändert. Es soll nicht mehr nur um den Sportanlass per se gehen, sondern auch um Themen wie Gesundheitsprävention, Schwimmausbildung und Sicherheit im Wasser. Denn so leicht aufgeben will man den Anlass nicht. Auch wenn Cameron weiss: «Ende dieses Monats wird es für mich kritisch, wenn ich keine Zusagen habe.»

Riskieren, dass der Verband bankrott geht, will man ebenso nicht. Denn bereits die Vorbereitungen kosten Geld. Eine Verkleinerung kommt allerdings nicht infrage, da die Fixkosten wie etwa die Miete für die Halle oder der Aufbau der temporären Schwimmbecken bestehen bleiben würden.

Bleibt die Hoffnung, dass sich noch Sponsoren finden. Oder man allenfalls die Frist um einige Wochen verlängern kann. Denn als einzige Alternative bliebe, sich von der Organisation zurückzuziehen. Das wäre eine Hiobsbotschaft für die Schweizer Schwimmer, die gerne vor Heimpublikum um Medaillen kämpfen würden.


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