Roman Mityukov schwimmt im EM-Final 2026 über 200 Meter Rücken so schnell wie noch nie – und verpasst als undankbarer Vierter dennoch die Medaillen. Gleich um 76 Tausendstel verbessert der 26-Jährige in Paris seinen eigenen Schweizer Rekord auf 1:54,07 Minuten. Nur fehlen trotzdem elf Hundertstel zu Bronze (Thomas Ceccon, It) und deren 26 zu Silber (Apostolos Sisko, Gr).
«Mit dieser Zeit wäre ich 2024 Olympiasieger geworden», sagt der Genfer, der vor zwei Jahren bei den Sommerspielen Dritter wurde, gegenüber SRF. Gold holte damals Hubert Kos. Der Topfavorit aus Ungarn schlägt auch jetzt bei der EM wieder zu und distanziert die Konkurrenz um sieben Zehntel und mehr. «Leider sind die besten Rückenschwimmer der Welt Europäer», hadert Mityukov. Mit Flavio Bucca (21) wird der zweite Schweizer im Final über 200 Meter Rücken Achter (1:56,20 Minuten).
Einen Tag nach seinem Brillendrama im Final über 50 Meter Schmetterling setzt Noè Ponti im Halbfinal über die doppelt so lange Distanz ein kleines Ausrufezeichen. An seine 50,21 Sekunden kommt keiner ran. Der 25-jährige Tessiner strebt am Donnerstag seinen ersten EM-Titel auf der Langbahn an.