Rang acht – letzter Platz! Mitfavorit Noè Ponti verpasst am Dienstag in Paris im Final über 50 Meter Schmetterling die angestrebte EM-Medaille. Das grosse Problem: Dem Tessiner verrutscht während des kurzen Wettkampfs die Schwimmbrille. So ist er letztlich chancenlos gegenüber der Konkurrenz. Wie ärgerlich ist denn das!
«Ich bin stinksauer», sagt Ponti auf die Frage nach seiner Gefühlslage bei RSI. «Mit offenen Augen zu schwimmen, ist natürlich nicht das Angenehmste der Welt.» Es sei beim Eintauchen passiert, so der 25-Jährige, der auch gleich einen Beschluss gefasst hat: «Ich suche eine neue Brille, das ist mir im Wettkampf schon zu oft passiert.»
Neue Chance über die 100 Meter
Mit seiner Zeit von 22,91 Sekunden ist Ponti um 39 Hundertstel langsamer als der russische Sieger Jegor Kornew, der sich vor dem Franzosen Maxime Grousset und dem Belarussen Grigori Pekarski durchsetzt. «Ich habe mich im Wasser sehr gut gefühlt, ich war auch nicht nervös oder so», ärgert sich der Vize-Weltmeister von 2025.
Ponti versucht das Drama abzuhaken und nach vorne zu blicken: «Ich habe bereits morgen wieder einen Wettkampf, also mache ich weiter.» Für ihn steht am Mittwoch der Vorlauf über 100 Meter Schmetterling auf dem Programm. Auch in dieser Disziplin peilt er eine Medaille an – mit neuer Brille.
Mityukov und Bucca im Final
Positiv verläuft am Dienstagabend aus Schweizer Sicht immerhin der Halbfinal über 200 Meter Rücken. Sowohl Roman Mityukov (1:54,85 min) als auch Flavio Bucca (1:55,73 min) sind dabei, wenn es am Mittwoch um Edelmetall geht. Hubert Kos aus Ungarn sorgt mit seiner Zeit von 1:52,30 Minuten für einen Europarekord.