Blöchlinger und Keller verheddern sich ineinander
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Medaillen futsch:Blöchlinger und Keller verheddern sich ineinander

«War super frustrierend»
Keller und Frei verlieren WM-Gold auf bittere Art

Zwei Schweizer Goldhoffnungen, zwei bittere Szenen: Alessandra Keller (30) verliert nach einem verhängnisvollen Verhaker den Anschluss, Sina Frei (29) wird im Finale von Jenny Rissveds (32) ausgebremst. Frei holt Bronze.
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Keller kämpft bis zum Schluss, Gold ist nach dem Verhaker futsch.
Foto: Keystone

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Schweizerinnen verpassen Gold bei Mountainbike-WM in Val di Sole am 26. August
  • Frei durch Rissveds' Manöver gestoppt, Keller nach Kollision mit Blöchlinger zurückgefallen
  • U23-Erfolg: Monique und Nicolas Halter holen beide den Weltmeistertitel
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Joël HahnRedaktor Sport

Es hätte der grosse Schweizer Abend in Val di Sole werden können. Sina Frei (29) ist Topfavoritin, Alessandra Keller (30) will ihren WM-Titel verteidigen. Am Ende holen die Schweizerinnen zwar Bronze, doch Gold ist futsch. Bei beiden spielt eine spezielle Szene eine entscheidende Rolle.

In der fünften Runde wird Ronja Blöchlinger (25) von Puck Pieterse (24) abgedrängt und verhakt sich anschliessend mit Keller. Beide kommen nicht zu Fall, verlieren aber wertvolle Zeit. Für die Titelverteidigerin ist das Rennen um Gold damit praktisch gelaufen. Blöchlinger ärgert sich: «Ich musste jemandem ausweichen. Danach wurde ich mit der anderen Fahrerin direkt hinterher gespielt. Das war eine super frustrierende Sache.» Auch ihr Schuh geht dabei kaputt. «Ich habe einfach noch versucht weiterzukämpfen. Ich konnte leider nicht mehr um den Sieg mitfahren.»

Keller kämpft sich zwar nochmals zurück. Doch kaum ist sie wieder an der Spitzengruppe dran, folgt die nächste Attacke. Die Nidwaldnerin muss erneut abreissen lassen und wird am Ende Sechste. «Mein Rennen um den Sieg war falsch gelaufen», sagt Keller. «Es war mega unglücklich.»

Rissveds macht die Tür zu

Noch näher ist Frei am WM-Titel. Die Schweizerin geht in der letzten Runde mit Jenny Rissveds (32) und weiteren Konkurrentinnen auf die Strecke. Dann kommt es zur entscheidenden Szene.

Frei setzt zum Angriff an und will in der letzten Kurve vor dem Anstieg an Rissveds vorbei. Die Schwedin zieht nach innen, macht die Linie zu und zwingt Frei zum Abbremsen. Frei verliert dadurch den Schwung für den Anstieg und die entscheidende Möglichkeit, um Gold zu kämpfen.

Die Aktion ist regelkonform, sorgt aber für Diskussionen. Frei findet klare Worte: «Die letzte Kurve, bevor es in den Aufstieg geht, war meiner Meinung nach sportlich nicht fair. Keine Regeln wurden gebrochen, aber es war nicht fair.»

Laura Stigger (25) nutzt die Situation, zieht vorbei und wird Weltmeisterin. Richards holt Silber, Frei bleibt Bronze. Für sie ein spezieller Sieg, weil sie nach der WM, wie Jolanda Neff auf die Suche nach einem neuen Team machen muss.

Zwei Chancen, kein Gold

Aus Schweizer Sicht ist es ein bitterer Abend. Keller verliert durch den unglücklichen Zwischenfall mit Blöchlinger ihre Ausgangslage, Frei wird im entscheidenden Moment von Rissveds ausgebremst. Zwei Schweizerinnen haben Goldchancen, am Ende steht nur eine Medaille.

Frei kann dem Resultat trotzdem etwas Positives abgewinnen. «Ich habe mich extrem gut gefühlt», sagt sie. Dieses Gefühl nimmt sie mit in den Sonntag. Dann geht es im olympischen Cross Country erneut um den WM-Titel. «Die Energie, die ich von dieser Medaille bekomme», will Frei «in Power umsetzen».

Für einen Schweizer Lichtblick sorgen Monique (22) und Nicolas (22) Halter: Die Geschwister holen im U23-Short-Track beide den Weltmeistertitel. «Ich bin super glücklich, dass es geklappt hat», sagt Monique gegenüber Blick. Bruder Nicolas kann seinen Triumph noch kaum fassen: «Es klingt noch nicht ganz echt, aber es ist unglaublich.»

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