Darum gehts
- Tadej Pogacar fährt 2026 die Tour de Suisse und die Tour de Romandie
- Pogacar möchte jedes World-Tour-Rennen mindestens einmal gewinnen
- Tour de Suisse: fünf Etappen, Start am 17. Juni 2026
Er ist der Grösste. Der Gegenwart. Vielleicht auch der Geschichte. Tadej Pogacar (27). Der Slowene fährt Velo wie kein Zweiter. Bloss: Die Schweiz wurde vom Superstar bislang weitgehend gemieden. Gewiss, 2024 wurde er Weltmeister in Zürich. Aber sonst? Mit 16 Jahren fuhr er die Tour du Pays de Vaud, eine Rundfahrt für Junioren. Und 2019 den Gran Premio Città di Lugano – ein Rennen, das zuletzt nicht mehr ausgetragen wurde.
Doch nun dies: Pogacar kehrt in die Schweiz zurück. Nicht einmal, sondern gleich doppelt. Zuerst für die Tour de Romandie, die am Dienstag startet, später für die Tour de Suisse (17. bis 21. Juni). «Alle freuen sich darüber, man ist nervös und aufgeregt. Es ist wichtig, dass die Grössten des Sports zwischendurch zu uns kommen», sagt Olivier Senn, Direktor der Tour de Suisse.
Bereits im Dezember kündigte Pogacar seine Teilnahme in der Schweiz an. Für die finanziell arg schlitternden Schweizer Rundfahrten war dies ein Segen. Die Sponsoren waren sehr angetan – kein Wunder, steigert der vierfache Tour-de-France-Sieger doch die mediale Aufmerksamkeit massiv. Auch an den Etappenorten freut man sich; mehr Zuschauer am Strassenrand sind garantiert.
«Er erhöht das Interesse massiv»
Warum Pogacar ausgerechnet jetzt in der Schweiz fährt? Die Rundfahrten passen in sein Rennprogramm – im Sommer möchte er die Tour de France zum fünften Mal gewinnen. Aus Insider-Kreisen war aber schon länger immer wieder zu hören: Er will jedes World-Tour-Rennen mindestens einmal gewonnen haben, wenn er seine Karriere beendet. Pogacar, der Radkannibale.
«Das Ganze ist eine riesige Motivation für uns, alles perfekt zu machen. Wir werden in diesem Jahr ganz besonders unter der medialen Lupe sein. Pogacar erhöht das Interesse massiv», so Senn. Für das neue Konzept der Tour de Suisse – fünf Etappen mit Rundkursen – sei dies besonders wertvoll, so Senn.
Sicher ist: Pogacar ist auch in der Schweiz der grosse Favorit. Mit seinem Regenbogentrikot wird er nicht zu übersehen sein.