Freud und Leid der Schweizer Radfahrer liegen bei der Flèche Wallonne nahe beieinander: Mauro Schmid sprintet im kurzen, aber steilen Schlussanstieg an der Mur de Huy auf Rang zwei und holt sich damit einen Podestplatz am prestigeträchtigen Eintagesrennen im französischsprachigen Teil Belgiens.
Ganz anders endet der Klassiker dagegen für Marc Hirschi: Der Berner kommt wie schon am Sonntag beim Amstel Gold Race zu Fall – er stürzt rund 20 Kilometer vor dem Ziel auf einem Flachstück mitten im Feld. Nach diesem Vorfall bleibt er auf der Strasse sitzen und kann das Rennen nicht fortsetzen. Über seinen Gesundheitszustand ist bei Rennende noch nichts bekannt.
Konkurrenz für Pogacar?
So kann der Flèche-Sieger von 2020 nicht in Entscheidung um den Sieg eingreifen, die nach der Einholung der Spitzengruppe des Tages rund acht Kilometer vor dem Ziel wie erwartet in der Mur de Huy fällt. Dort ist nach 200 hügeligen Kilometern ein Teenager am stärksten: Der erst 19-jährige Paul Seixas greift etwa 300 Meter vor dem Ziel an und ist danach nicht mehr einzuholen. Dritter wird noch hinter Schmid der Brite Ben Tulett.
Mit seinem grössten Sieg in einem Eintagesrennen setzt das französische Super-Talent auch ein Zeichen in Richtung Tadej Pogacar – der slowenische Rad-Dominator hat wie Gold Race-Sieger Remco Evenepoel auf einen Einsatz verzichtet, um sich auf Lüttich-Bastogne-Lüttich vom Sonntag ausgetragen. Beim vierten Monument des Jahres muss das Favoritenduo nun endgültig auch auf die Konkurrenz von Seixas gefasst sein.
Herzschlagfinale bei den Frauen
Deutlich enger wird es im Rennen der Frauen: Nach ihrem Antritt 500 Meter vor dem Ziel sieht Demi Vollering wie die sichere Siegerin aus – doch Puck Pieterse dreht kurz vor dem Ziel noch einmal kräftig auf und stösst beinahe noch an die Spitze vor. Am Ende reicht es aber für Vollering, die in Huy damit ihren zweiten Sieg nach 2023 holt. Hinter dem holländischen Duo geht der dritte Podestplatz an Paula Blasi aus Spanien.
Grund zur Freude hat auch Elise Chabbey: Die Genferin stellt sich als Helferin im Finale in den Dienst von Vollering und hat damit entscheidenden Anteil an deren Sieg. Selbst wird sie als beste Schweizerin 16. Noemi Rüegg und Steffi Häberlin fahren auf die Ränge 21 und 27.