Unsere grösste Gold-Hoffnung! 26 Fragen an Camille Rast (26)
«Ich glaube, dass uns der Mond beeinflusst»

Kurz, knapp, privat: Slalomweltmeisterin Camille Rast (26) im Gespräch. Ihre Kindheit, ihr Superkrafttraum, ihr Antitalent. Und was würde sie mit einer Lottomillion kaufen?
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Camille Rast zählt beim Olympiariesenslalom zu den Favoritinnen. Aber wie tickt sie? Olympia 2026: 26 Fragen, 26 Antworten. An die 26-jährige Walliserin.
Foto: Keystone

Darum gehts

  • Camille Rast spricht über ihr Lieblingsfach in der Schule und nennt ihr Antitalent
  • Sie träumt von Japan, liebt Pferde und mag die Staus in der Schweiz nicht
  • Sie würde eine Olympiagoldmedaille spontan feiern – diesmal hätte sie mehr Zeit als bei der WM
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.

Blick: Camille Rast, was ist Ihre Lieblingszahl?
Camille Rast: Die neun. Weil ich 1999 geboren wurde.

Sie haben für einen Tag eine Superkraft. Was tun Sie?
Ich würde mich irgendwohin teleportieren. Ganz weit weg. So würde ich keine Zeit mit der Reise verbrauchen. 

Wohin würde es gehen?
Nach Japan, um zu powdern. Der Schnee dort soll genial sein.

Weltmeisterin sind Sie schon. Ist Olympiagold auch ein Traum von Ihnen?
Vielleicht. Aber gesund bleiben ist wichtiger. Wenn ich mir etwas wünschen könnte, dann das.

Wie war Ihre Kindheit?
Cool. Ich bin mit meinen Eltern viel gereist. Und auch sonst war ich sehr aktiv. Leichtathletik, Zirkusschule, Velofahren. Ich habe viel Sport gemacht.

Welches Schulfach ging gar nicht?
Mathematik. Wobei ich Geometrie super fand – mit dem Zirkel und dem Geodreieck. 

An welche Lehrer erinnern Sie sich?
An fast alle an der Sportschule in Brig. Sie haben mich unterstützt und motiviert.

Pizza oder Pasta?
Pizza. Ich esse das nicht häufig – es tut meinem Körper nicht so gut. Aber in Italien gerne mal. Am liebsten mit Mascarpone und Schinken.

Welche Italien-Ferien vergessen Sie nie?
Ich war häufig da, an vielen Orten. Wir gingen Biken. Und Sardinien liebe ich, diese Insel ist megaschön. Da chille ich auch mal gerne am Strand.

Hätten Sie es auch auf dem Mountainbike zu den Olympischen Spielen geschafft?
Nein. (lacht) Ich fuhr zwar einige Enduro-Rennen, aber das ist keine olympische Disziplin. Im Cross-Country hätte ich keine Chance, da ist die Schweiz viel zu stark.

Wie sieht bei Camille Rast ein perfekter Sommertag aus?
Ausschlafen, einen Kaffee trinken, ganz gemütlich. Dann ein Kondi-Training, am Nachmittag Reiten und am Abend mit Freunden auf einer schönen Restaurantterrasse etwas essen. 

Sind Pferde Ihre Lieblingstiere?
Früher war es Gina, mein Hund. Sie starb vor eineinhalb Jahren. Jetzt sind es tatsächlich Pferde.

Was macht Sie traurig?
Bei Filmen kann ich schon mal weinen. Aber ich habe kein Netflix – das kommt also sehr selten vor.

Was nervt Sie an der Schweiz?
Es hat leider häufig zu viel Verkehr.

Welche Apps auf dem Handy nutzen Sie am meisten?
Whatsapp und E-Mail.

Würden Sie gerne eine Moto-GP-Maschine fahren?
Es wäre megaspannend, denn ich bin ein grosser Töfffan. Aber ich hätte Angst, die Maschine zu zerstören. Denn das wäre, wie wenn ein Töfffahrer mit unseren Ski fahren würde – viel zu anspruchsvoll. 

Eine Freundin kommt zu Besuch. Was kochen Sie?
Entrecôte auf dem Grill. Und dazu gibts Wassermelone – erfrischend!

Glauben Sie an Gott?
Ich glaube eher an den Mond, das finde ich spannend. Ich glaube, dass er uns Menschen beeinflusst.

Skirennen in China, Argentinien und Saudi-Arabien – toll oder bekloppt?
Sollte es so weit kommen, hoffe ich, dass ich pensioniert bin. Weil wir dann noch viel mehr reisen müssten. Da bräuchten wir wohl einen Privatjet (lacht) – wie die Moto- und F1-Fahrer. Oder die FIS würde jeweils eine Maschine chartern.

Welche Journalistenfragen nerven?
Nicht so viele. Vielleicht diese: Willst du eine Medaille gewinnen? Wann stehst du wieder auf dem Podest?

Was können Sie gar nicht?
Malen. Ich hatte schon als Kind zu wenig Geduld dafür – bei mir musste alles schnell gehen. 

Was machen Sie vor dem Einschlafen?
Ich trinke ein Glas Wasser.

Mit welcher berühmten Person würden Sie gerne einen Kaffee trinken?
Beim Grand Prix in Genf traf ich Springreiter Martin Fuchs. Es war super. Gerne würde ich auch mit dem Springreiter Steve Guerdat reden – er hat eine spannende Karriere. 

Sie wuchsen als Einzelkind auf. Hätten Sie gerne Geschwister gehabt?
Das wäre viel Arbeit für meine Eltern gewesen. Denn ich war sehr aktiv, machte viel Sport. Mit noch einem Kind wären sie wohl verzweifelt. (lacht)

Sie gewinnen eine Million Franken im Lotto. Was tun sie?
Vielleicht einen Stall mit mehreren Pferden kaufen. 

Wie würden Sie eine Olympiagoldmedaille feiern?
Zuerst muss man gewinnen. Da würde ich mir spontan etwas einfallen lassen. Immerhin habe ich als Technikerin diesmal etwas mehr Pause als bei der WM in Saalbach – das würde also gut passen.

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