«Man hat hier nicht viel olympisches Feeling erlebt»
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Odermatt vor Medaillenrennen:«Man hat hier nicht viel olympisches Feeling erlebt»

«Hätte trotzdem Gold gewinnen können»
War der Super-G zu einfach für Marco Odermatt?

Marco Odermatt muss im Olympia-Super-G mit Bronze vorliebnehmen. Der 28-Jährige erklärt, wo Zehntel verloren gingen, spricht über die Startnummer 10, den Steilhang und warum er trotzdem Chancen auf Gold gesehen hat.
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Erneut kein Gold – Marco Odermatt kämpft beim Super-G mit der Piste.
Foto: IMAGO/ABACAPRESS

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Marco Odermatt verpasst Gold im Super-G bei Olympia 2026 in Italien
  • Fehler und weicher Schnee beeinflussten seine Leistung, sagt der Nidwaldner
  • Odermatt hat 53 Weltcupsiege, startet am Samstag erneut im Riesenslalom
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Marcel W. PerrenSki-Reporter

Hatte Marco Odermatt (28) die Startnummer 10 die Goldmedaille gekostet? Das ist so ziemlich die meistgestellte Frage nach dem Olympia-Super-G, weil die Piste aufgrund der immer stärker werdenden Sonne mit jeder Nummer noch ein bisschen weicher geworden ist. «Ich hätte es auch mit dieser Nummer in den Beinen gehabt, Gold zu gewinnen», antwortet der Nidwaldner. «Aber leider habe ich zwei, drei Fehler gemacht.»

Fehler kosteten Gold

Der Superstar mit 53 Weltcupsiegen auf dem Konto geht ins Detail: «Nach dem San-Pietro-Sprung hat die Richtung nicht optimal gepasst, bei der Einfahrt in den Steilhang habe ich das Tempo zu sehr abgewürgt und im Zielhang hatte ich nicht die Gnade, schön rund zu fahren und dadurch den Top-Speed mitzunehmen. So kommen halt ein paar Zehntel zusammen, die mir letztlich für den Sieg gefehlt haben.»

ARD-Experte Felix Neureuther (41) macht im Blick-Après-Ski-Podcast auf ein anderes Problem aufmerksam: «Die Kurssetzung in diesem Super-G war für Odermatt zu einfach. Es hat keine richtig schwierigen Torkombinationen, in denen Marco mit seiner genialen Technik den Unterschied hätte machen können.»

Odermatt kontert Kritik

Was sagt Odermatt dazu? «Es war sicher alles auf der eher einfacheren Seite. Einfacher Schnee, gutes Licht und in der Kurssetzung war auch nicht so viel drin. Aber ich wiederhole mich: Ich hätte trotzdem Gold gewinnen können.»

Odermatts abschliessendes Fazit: «Einerseits muss ich dankbar sein, dass ich drei Hundertstel schneller als Nils Allègre war, ansonsten wäre ich wie in der Abfahrt Vierter geworden. Andererseits habe ich mein klares Ziel, Gold zu gewinnen, verpasst. Somit bin ich zufrieden, aber nicht überglücklich.»

Am Samstag wird der vierfache Gesamtweltcupsieger noch eine Chance auf Gold haben – im Riesenslalom geht der 28-Jährige als Titelverteidiger an den Start.

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