Hier fährt von Allmen zu historischem Olympia-Sieg
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Gold-Triple in Bormio:Hier fährt von Allmen zu historischem Olympia-Sieg

Das ist der Wahnsinn
Von Allmens drittes Olympia-Gold ist gleich fünffach historisch

Nicht eine, nicht zwei, sondern drei Goldmedaillen hat Franjo von Allmen an den Olympischen Winterspielen 2026 geholt. Jene im Super-G hat mehrfach historischen Charakter – für die Schweiz, aber auch für die Welt.
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Franjo von Allmen mit seiner dritten Olympia-Goldmedaille.
Foto: Getty Images
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Cédric HeebRedaktor Sport

Erster Schweizer Olympiasieger im Super-G

Seit 1988 ist der Super-G olympisch, noch nie konnte ihn ein Schweizer gewinnen. Franjo von Allmen hat nun geschafft, was allen Ski-Grössen wie Didier Cuche, Didier Défago und Marco Odermatt (noch) nicht gelungen ist. Die bisherigen Sieger kamen aus Norwegen (Kjetil Jansrud, Aksel Lund Svindal, Kjetil André Aamodt), Deutschland (Markus Wasmeier), Österreich (Hermann Maier, Matthias Mayer) und Frankreich (Franck Piccard).

Erster Schweizer Skifahrer mit drei Goldmedaillen

Mit dem Sieg in der Team-Kombi war der Berner Oberländer schon der erste Schweizer Skirennfahrer, der zwei Goldmedaillen an Olympischen Winterspielen gewinnen konnte. Nun hat er also drei, als erster Schweizer in der Geschichte.

Vierter Schweizer Wintersportler mit mindestens drei Goldmedaillen

Disziplinenübergreifend ist von Allmen allerdings noch nicht an der Spitze, aber auch da jetzt in den Top 5. Simon Ammann (Skispringen) und Dario Cologna (Langlauf) haben je vier olympische Goldmedaillen auf dem Konto. Vreni Schneider hat ebenfalls drei Goldmedaillen, aber auch noch eine silberne und eine bronzene, weshalb sie noch vor von Allmen steht. Die Top fünf der erfolgreichsten Schweizer Wintersportler bei Olympia werden von Mathilde Gremaud komplettiert, die am Montag zum zweiten Mal Gold gewonnen und zudem je eine Silber- und Bronzemedaille in ihrem Palmarès hat.

Vierter Ski-Star mit dreimal Gold im selben Jahr

Nur zwei Skirennfahrern ist es bislang gelungen, an den gleichen Olympischen Winterspielen dreimal Gold zu gewinnen. Toni Sailer (†73) gewann 1956 in Cortina d'Ampezzo die Abfahrt, den Riesenslalom und den Slalom, Jean-Claude Killy machte es ihm zwölf Jahre später in Chamrousse (Fr) nahch. Übrigens: Bei den Frauen schaffte es bislang nur Janica Kostelic, sie holte 2002 in Salt Lake City Gold im Slalom, Riesenslalom und in der Kombi.

Erster Schweizer mit dreimal Gold an gleichen Winterspielen

Deshalb ist es auch logisch, dass vor von Allmen noch nie ein Schweizer Wintersportler oder eine Wintersportlerin im gleichen Jahr dreimal Gold eingefahren hat. In der Schweizer Olympia-Geschichte (inklusive Sommerspielen) ist dies überhaupt erst einmal vorgekommen: 1900 holte der Schütze Konrad Stäheli in Paris dreimal Gold.

Übrigens: Nur 20 Athleten waren in einem Jahr erfolgreicher

In der Liste der Wintersportlerinnen und -sportler, die in einem Jahr am meisten Medaillen gewonnen haben, liegt von Allmen nun mit 20 anderen Sport-Grössen auf dem geteilten 21. Platz. Darunter sind beispielsweise die Langlauf-Legenden Therese Johaug und Johannes Hösflot Klaebo oder die Biathlon-Ikonen Darja Domartschewa und Martin Fourcade. An der Spitze dieser Rangliste thront der US-Amerikaner Eric Heiden, der 1980 in Lake Placid fünfmal Gold gewann.

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